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EU-Kommission verbessert Umweltleistung mit EMAS

29.06.2018 

© GS UGA – Frank Kermann
© GS UGA – Frank Kermann

Als gesetzgebende Kraft der Europäischen Union übernimmt die EU-Kommission auch Verantwortung für ihre eigenen Umweltauswirkungen und lässt ihre Standorte nach dem EMAS-System prüfen. Ihre Umwelterklärung 2017 zeigt, dass sie in 2015 und 2016 in vielen Bereichen Fortschritte machte und auf gutem Weg ist, ihre Ziele für 2020 zu erreichen.


Die EU-Kommission entwickelte in den 90er Jahren das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) als freiwilliges Instrument für Organisationen und Unternehmen, die ihre Umweltleistung systematisch und kontinuierlich verbessern wollen. Seit 2005 unterzogen sich erste Kommissions-Standorte selbst einer EMAS-Registrierung, welche heute die acht größten Standorte einschließlich der Gebäude in Brüssel und Luxemburg umfasst. Bedenkt man, dass damit mehr als 1,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche und 32.000 Angestellte repräsentiert sind, wird die Bedeutung ihrer Umweltauswirkungen sowie die Potenziale für Energie- und Ressourceneinsparungen deutlich. Der Brüsseler Standort verringerte die CO2-Emissionen seiner Gebäude seit 2005 um 86 % und konnte durch Energieeinsparungen Kosten von insgesamt 96 Millionen Euro vermeiden.


Auch in den Jahren 2015 und 2016 senkte die Kommission ihre Verbräuche kontinuierlich, wie Kennzahlen aus ihrer Umwelterklärung 2017 verdeutlichen:

 

  • Energieverbrauch: -3,4 %
  • Wasserverbrauch -13,4 %
  • CO2-Emissionen von Gebäuden -4,6 %

 

Für den Papierverbrauch im Büro (-13,8 %) und das Aufkommen ungefährlicher Abfälle (-3,6 %) hat die Kommission ihre Ziele für 2020 bereits jetzt erreicht.


Als nächste Schritte plant sie ihre Abfallverwertung zu verbessern und die CO2-Emissionen ihres Fuhrparks zu verringern. Bis 2020 sollen weitere Einsparungen in den Bereichen Energie-, Wasserverbrauch und CO2-Emissionen folgen.


Zukünftig werden weitere Standorte in die EMAS-Registrierung aufgenommen. Insgesamt elf EU-Institutionen sind bereits EMAS-registriert, darunter auch das Europäische Parlament und die Europäische Zentralbank. Sie zeigen am eigenen Beispiel, wie Organisationen und Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung Europas beitragen können.


Quelle: Europäische Kommission (ec.europa.eu)


Weitere Informationen:
•    Umwelterklärung der EU-Kommission 2017 (PDF)
•    Leistungen anderer EU-Institutionen (ec.europa.eu)

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