Umwelterklärungen

Umwelterklärungen

 

Umwelterklärungen für die Öffentlichkeit

Organisationen, die an EMAS teilnehmen, erstellen für die Öffentlichkeit regelmäßig eine Umwelterklärung. Darin wird der Betrieb mit seinen Tätigkeiten, Produkten, Dienstleistungen und ggf. seinen Standorten beschrieben. Die eigene Umweltpolitik, die wesentlichen Umweltauswirkungen und das Umweltprogramm mit den konkreten Zielen für die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes dargestellt und Daten zur Umweltleistung, möglichst in Zahlen mit einer entsprechenden Bewertung zusammengefasst.

 

Mit EMAS III sind diese bisher schon erfolgten Angaben in Form standardisierter Kennzahlen, sogenannter Kernindikatoren, zu konkretisieren. Damit sollen künftig die Umweltleistungen der Organisationen in den Umwelterklärungen übersichtlicher und einheitlicher darstellbar werden. Das neue EMAS Infoblatt "Die neuen Kernindikatoren der EMAS III" erläutert kurz, wie diese Anforderungen interpretiert und umgesetzt werden können.


Insbesondere wird hier auf die möglichen Bezugsgrößen (Bruttowertschöpfung bzw. Anzahl der Mitarbeiter) sowie auf geplante Hilfestellungen eingegangen. Die Ermittlung der Gesamtbruttowertschöpfung kann mit den in der Buchhaltung vorhandenen Daten und der Anleitung "Ermittlung der Bruttowertschöpfung" des Statistischen Bundesamtes leicht ermittelt werden, die Sie hier downloaden können.


Jede Umwelterklärung muss von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter überprüft werden. Erfüllt sie die Voraussetzungen der EMAS-Verordnung, erklärt der Umweltgutachter die Umwelterklärung für gültig (Validierung). Die Umwelterklärung steht der Öffentlichkeit gedruckt oder in elektronischer Form zur Verfügung. Sie ist ein Eckpunkt des Dialogs zwischen Unternehmen und interessierten Kreisen. Sie kann aber auch im Rahmen von rechtlichen Erleichterungen dazu dienen, Umweltbehörden über betriebsinterne Zuständigkeiten und sonstige wichtige Faktoren zu unterrichten.

 

Von daher ist es angeraten, Interessenten regelmäßig mit der Umwelterklärung und den Aktualisierungen zu versorgen. Die Umwelterklärung kann auch interessante Informationen an Finanzgeber, Kunden oder andere interessierte Kreise geben. Unternehmen sollten auch prüfen, welche Information aus der Umwelterklärung in den Geschäfts- oder Lagebericht einfließen könnten.

 

Nach EMAS III ist bei Validierungszyklen für kleine Organisationen neu:
Nach Artikel 7 können kleine und mittlere Unternehmen (KMU nach EU-Definition: u. a. bis zu 250 Mitarbeiter) sowie Behörden, die u. a. für weniger als 10000 Einwohner zuständig sind oder weniger als 250 Personen beschäftigen, bei den Registrierungsstellen längere Validierungszyklen beantragen. Der Gutachter muss dazu bestätigen, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

 

  • Begutachtung und vier Jahre (statt drei) und

  • validierte aktualisierte Umwelterklärung alle zwei Jahre (statt jährlich)

 

Allerdings sind der zuständigen Registrierungsstelle jährlich aktualisierte, wenn auch nicht validierte, Umwelterklärungen vorzulegen.



Die EU-Kommission hat einen Leitfaden über die Erstellung der Umwelterklärung als Empfehlung verabschiedet.

Sammlung der EMAS Umwelterklärungen

Hier finden Sie unsere Sammlung aktueller Umwelterklärungen der nach EMAS registrierten Unternehmen und Organisationen. Wenn auch Sie Ihre Umwelterklärung hier kostenlos einstellen möchten, wenden Sie sich an uns.

 

Die Sammlung validierter Umwelterklärungen ist nach dem NACE Code (WZ 2008) geordnet.

 

Inhalt und die Richtigkeit der Umwelterklärungen wurden jeweils von einem zugelassenen Umweltgutachter geprüft. Für den Inhalt haften die jeweiligen Herausgeber.

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