Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

EMAS unterstützt die Einhaltung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

35 OECD-Länder und darüber hinaus 12 weitere Staaten (Ägypten, Argentinien, Brasilien, Costa Rica, Jordanien, Kolumbien, Litauen, Marokko, Peru, Rumänien, Tunesien und die Ukraine, Stand 15.03.2017) haben sich den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen angeschlossen. Die Leitsätze stellen Empfehlungen der Regierungen an multinationale Unternehmen dar, welche im oder vom Hoheitsgebiet der jeweiligen Länder aus tätig sind.


Mit den Leitsätzen soll ein in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht verantwortungsvolles und rechtskonformes unternehmerisches Verhalten vor allem in den Bereichen  Menschenrechte, Arbeitsrechte, Schutz der Verbraucher und Verbraucherinnen und der Umwelt verbessert und die Korruption bekämpft werden. Sie leisten deshalb einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, vor allem auch in Entwicklungsländern.


Das Umweltkapitel der Leitsätze stellt Anforderungen an ein unternehmerisches Umweltmanagementsystem auf, dem EMAS in allen Punkten nachkommt. Das Umweltmanagementsystem soll messbare Ziele enthalten, eine ständige Verbesserung anstreben, die Beteiligung von Interessengruppen und Schulungsangebote für Beschäftigte vorsehen. Interessengruppen und Kunden sollen für die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen informiert und sensibilisiert werden. Beispielhaft werden Treibhausgasemissionen, Biodiversität und Ressourceneffizienz genannt.


Unterhalb der OECD-Leitsätze wurden weiterführende Hilfestellungen für bestimmte Sektoren erarbeitet, die im Rahmen des Umweltmanagements nach EMAS genutzt werden können:

Die OECD-Leitsätze zum pdf-download (mneguidelines.oecd.org)
Die Nationale Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze (bmwi.de)

Nachhaltigkeitsberichte auf Basis von EMAS

Share- und Stakeholder fordern zunehmend transparente Unternehmensberichte über Ökonomie, Ökologie und Soziales. Diese sind aber nur dann glaubwürdig, wenn sie von unabhängiger Stelle nach internationalen Standards begutachtet werden. Für die Darstellung der ökologischen Aspekte eignen sich hervorragend die nach dem Umweltauditgesetz für gültig erklärten Umwelterklärungen nach EMAS, an die leicht die sozialen Aspekte gemäß Richtlinien der "Global Reporting Initiative" angedockt werden können.

Corporate Social Responsibility soll messbar werden mit EMAS

Die Stuttgarter Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V. (KATE) hat mit "EMASplus" ein erstes funktionsfähiges System für ein Nachhaltigkeitsmanagement auf der Basis von EMAS vorgelegt. Kirchliche und soziale Einrichtungen verlangen ausdrücklich die Ergänzung der ökologischen Säule des Managementsystems um insbesondere soziale Aspekte. Gegenüber einer generellen Weiterentwicklung zu einem Nachhaltigkeitsbericht plädiert der Umweltgutachteraussschuss beim Bundesumweltministerium (UGA) allerdings für ein freiwilliges "Add-on" in der EMAS-Verordnung. Nachhaltigkeit auf Basis von EMAS in Betrieben zu installieren, entspricht im Übrigen vollauf der UGA-Position zu CSR.