Internationale Normen

Internationale Normen

Umweltmanagement

 

DIN EN ISO 14001

 

Die ISO 14001 ist seit 2001 die Umweltmanagement-Basis von EMAS. Mit EMAS II wurden die Anforderungen an das Managementsystem wortgleich übernommen. Seitdem erfüllt eine EMAS-Organisation auch alle Anforderungen der ISO 14001.

Minimieren Sie die Kosten für die Prüfung von EMAS und ISO

EMAS-Validierung und ISO-Zertifizierung können von einem zugelassenen Umweltgutachter bzw. einer zugelassenen Umweitgutachterorganisation aus einer Hand vorgenommen werden, damit sparen Sie Kosten für eine zusätzliche Zertifizierung.

Wird EMAS auf ein bestehendes ISO-Zertifikat aufgesattelt, brauchen die Organisationen lediglich die Erfüllung der zusätzlichen Anforderungen nachzuweisen.

EMAS Mehrwert inklusive - Ein Plus an Umweltleistung

EMAS / ISO14001Während bei ISO 14001 der Fokus auf der Optimierung des Managementsystems liegt, verpflichten sich EMAS-Organisationen zu einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung über gesetzliche Anforderungen hinaus. In diesem Zusammenhang wird in der Selbst- und anschließende Fremdprüfung kontrolliert, ob die geplanten Verbesserungen des betrieblichen Umweltschutzes eingetreten sind. Dadurch haben EMAS-Betriebe immer eine detaillierte Übersicht über ihre derzeitige Umweltsituation und ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Ein weiterer Vorteil liegt in der unabhängigen Bewertung der Umweltleistung durch den staatlich zugelassenen Umweltgutachter. Über die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines Managementsystems und die staatliche Kontrolle  hinaus werden Innovationen und eine positive Entwicklung der Umweltleistung in Unternehmen und Organisationen nachhaltig begünstigt.

 

Download: Mit EMAS Mehrwert schaffen: Die Unterschiede zwischen EMAS/ISO 14001

Energiemanagement

Am 1. Juli 2009 wurde durch die Europäische Normungsorganisation (CEN) die Norm für Energiemanagementsysteme (EnMS) „EN 16001 Energy management systems – Requirements with guidance for use“ (deutsche Fassung: „DIN EN 16001 Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“) veröffentlicht. Diese beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das Unternehmen in die Lage versetzen soll, den Energieverbrauch systematisch zu bewerten, um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern und Kosten zu senken - unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Norm kann entweder eigenständig oder in Verbindung mit anderen Mangementsystemen angewendet werden. Die Struktur entspricht derjenigen der DIN EN ISO 14001 und damit auch der EMAS. 

EMAS und DIN EN ISO 50001

Abgleich der Anforderungen der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 mit EMAS III

Der Umweltgutachterausschuss (UGA) veröffentlicht mit dieser Broschüre einen Abgleich der Anforderungen der Norm DIN EN ISO 50001 gegenüber denen der EMAS-Verordnung. Fazit der Gegenüberstellung der beiden Systeme ist, dass EMAS bereits einen großen Teil der Anforderungen abdeckt und teilweise, wie im Bereich der externen Kommunikation, mehr fordert als die Energiemanagementnorm.

 

In anderen Bereichen können aber noch Ergänzungen erforderlich sein, z. B. bei der energetischen Bewertung. Die stichwortartige Zusammenstellung gibt in tabellarischer Form die Inhalte der DIN EN ISO 50001 wieder und zeigt die Entsprechungen in der EMAS-Verordnung auf. Wenn nötig, werden Hinweise gegeben, welche Ergänzungen erforderlich sein können.

 

Download: Broschüre „Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 50001 „Energiemanagementsysteme“durch EMAS“

DIN EN 16001: Energiemanagementsysteme in der Praxis – Ein Leitfaden für Unternehmen und Organisationen

Leitfaden: Energiemanagementsysteme in der Praxis

Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben den Leitfaden "DIN EN 16001 Energiemanagementsysteme in der Praxis – Ein Leitfaden für Unternehmen und Organisationen" entwickelt, welcher übersichtlich und praxisorientiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verhältnis zum europäischen Umweltmanagement-System EMAS und damit auch zur Norm ISO 14001 aufzeigt. Es wird deutlich, dass EMAS-zertifizierte Unternehmen bereits grundsätzlich die Voraussetzungen eines Energiemanagement-Systems erfüllen und umgekehrt ein praktiziertes Energiemanagement-System eine hervorragende Basis für die Implementierung von EMAS ist.

Den Leitfaden können Sie hier bestellen oder herunterladen.

EMAS und Social Responsibility (SR)

 

ISO 26000

 

Am 1. November 2010 hat die internationale Normungsorganisation (ISO) den Leitfaden Guidance on social responsibility - ISO 26000:2010 veröffentlicht (deutsche Fassung: Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen - DIN ISO 26000:2011-01). Die Entwicklung dieser internationalen Norm erfolgte durch einen mit breiter Beteiligung durchgeführten Expertenprozess, an dem rund 400 Expertinnen und Experten aus 90 Ländern sowie zahlreiche Beobachterstaaten und über 40 internationale Organisationen und NGO beteiligt waren.

 

Hauptthemen der ISO 26000 sind Menschenrechte, Arbeitspraktiken, faire Betriebs- und Geschäftspraktiken, Umweltschutz, Konsumentenanliegen sowie Einbindung und Entwicklung des gesellschaftlichen Umfelds der Organisation/des Unternehmens.

 

Die Norm wurde nach kontroversen nationalen und internationalen Diskussionen nicht als Managementnorm sondern als ausdrücklich nicht zur Zertifizierung vorgesehener Leitfaden veröffentlicht.  Mit der ISO 26000 wird vielmehr eine unverbindliche Richtschnur zur Verfügung gestellt, gesellschaftlich verantwortliches Verhalten privater und öffentlicher Unternehmen und Organisationen in bestehende Strategien, Systeme, Verfahrensweisen und Prozesse zu integrieren.

Die ISO 26000 unter der EMAS-Lupe

Die ISO 26000 unter der EMAS-Lupe (2012)

Die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses hat die Inhalte des Umweltkapitels der ISO 26000 den Anforderungen der EMAS-Verordnung an ein Umweltmanagementsystem gegenübergestellt. EMAS-Teilnehmer können so ihre Aktivitäten auf einen Blick den entsprechenden Empfehlungen des ISO-Leitfadens zuordnen.

 

Fazit: Die Broschüre zeigt auf, dass EMAS-Organisationen mit ihrem Managementsystem Strukturen und Handlungsgrundsätze etablieren sowie Umweltleistungen erbringen, die weite Teile der nur unverbindlichen Empfehlungen und Anregungen der ISO 26000 konkret in die Praxis umsetzen.

 

Die Broschüre kann im PDF-Downloadbereich herunterladen oder mittels Bestellformular als gedruckte Broschüre kostenfrei angefordert werden.

Nachhaltigkeitsberichte auf Basis von EMAS (Meldung von 2006)

Share- und Stakeholder fordern zunehmend transparente Unternehmensberichte über Ökonomie, Ökologie und Soziales. Diese sind aber nur dann glaubwürdig, wenn sie von unabhängiger Stelle nach internationalen Standards begutachtet werden. Für die Darstellung der ökologischen Aspekte eignen sich hervorragend die nach dem Umweltauditgesetz für gültig erklärten Umwelterklärungen nach EMAS, an die leicht die sozialen Aspekte gemäß Richtlinien der "Global Reporting Initiative" angedockt werden können. Darauf hat die TÜV NORD CERT Umweltgutachter GmbH aufmerksam gemacht, nachdem sie erstmalig einen solchen Bericht der EMAS-registrierten Fa. Stryker Trauma GmbH in Schleswig-Holstein validiert hat.

Pressemeldung

 

Corporate Social Responsibility soll messbar werden mit EMAS (2006)

Die Stuttgarter Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V. (KATE) hat mit "EMASplus" ein erstes funktionsfähiges System für ein Nachhaltigkeitsmanagement auf der Basis von EMAS vorgelegt. Kirchliche und soziale Einrichtungen verlangen ausdrücklich die Ergänzung der ökologischen Säule des Managementsystems um insbesondere soziale Aspekte. Gegenüber einer generellen Weiterentwicklung zu einem Nachhaltigkeitsbericht plädiert der Umweltgutachteraussschuss beim Bundesumweltministerium (UGA) allerdings für ein freiwilliges "Add-on" in der EMAS-Verordnung. Nachhaltigkeit auf Basis von EMAS in Betrieben zu installieren, entspricht im Übrigen vollauf der UGA-Position zu CSR.

Qualitätsmanagement

 

DIN EN ISO 9001:2008

 

Die DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement ist wohl die internationale Managementnorm, die am weitesten verbreitet ist und an deren Struktur sich später folgende Managementnormen orientiert haben.

 

Ein implementiertes Qualitätsmanagement erleichtert daher die Einführung eines Umweltmanagements erheblich, umgekehrt sind aber auch mit EMAS oder ISO 14001 die strukturellen Grundlagen für die Anforderungen der ISO 9001 gelegt.

 

Arbeitsschutzmanagement

 

OHSAS 18001

 

Die Arbeitsschutzmanagement - Spezifikation OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Management System) ist nach den Strukturen der ISO 14001 aufgebaut. OHSAS 18001 kann zertifiziert werden und bietet einen weiteren Baustein zu einem integrierten Managementsystem.

 

Durch ihre Prozessorientierung lässt sich die Spezifikation OHSAS 18001 mühelos in ein Qualitäts- und/oder Umweltmanagementsystem einbauen. Die Zertifizierung erfolgt analog dem Britischen Standard BS 8800, der alle Basisanforderungen enthält.



Die Spezifikation kann von jedem Unternehmen, das arbeitsbedingte Risiken für seine Mitarbeiter sowie für Besucher und Kunden minimieren möchte, implementiert werden. (Quelle: TÜV-Cert)