EMAS Aktuell Nr. 23 / Februar 2010

Der Weg ist das Ziel - mit EMASeasy™ erfolgreich zur Zertifizierung

25. Februar 2010 

Pressekonferenz bei den Stadtreinigern Würzburg

Pressekonferenz bei den Stadtreinigern Würzburg v.l.: Dr. Wolfgang Kleiner, Dr. Stefan Müssig, Christian Strohalm, OB Würzburg Georg Rosenthal, Uwe Rau, Sebastian Mlynek.

 

Das Landesumweltamt in Brandenburg in Potsdam, die Fachhochschule Eberswalde, Louko Druck in Nürnberg, das Tagungszentrum Schmerlenbach des Bistums Würzburg in Hösbach und die Stadtreiniger in Würzburg haben eines gemeinsam -  sie stützten sich auf ihrem Weg zur EMAS-Zertifizierung auf die administrativ „schlanke“, motivations- und mitarbeiterorientierte EMASeasy-Methodik. Alle genannten Unternehmen und Organisationen wurden durch methodisch qualifizierte Berater unterstützt und erreichten im zweiten Halbjahr 2009 die Validierung ihres Umweltmanagementsystems nach EMAS.

 


„Wir haben es geschafft, die ganze Belegschaft mitzuziehen“ beschreibt der Umweltreferent der Stadt Würzburg und Werksleiter der Stadtreiniger Dr. Wolfgang Kleiner die ca. 15-monatige Umsetzungszeit. Nach der Errichtung der ersten bayerischen Umweltstation im Jahre 1990 und der Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb 1998 ist für Betriebsleiter Christian Strohalm und den Umweltmanagementbeauftragten Sebastian Mlynek die Einführung des Umweltmanagementsystems im städtischen Eigenbetrieb der logische Schritt, um ökologisches Handeln im Unternehmen dauerhaft zu verankern. Und als angenehmer „Nebeneffekt“ stellt sich der betriebswirtschaftliche Nutzen durch beträchtliche Energie- und Kraftstoffeinsparpotenziale ein.
Informationen über EMAS bei den Stadtreinigern auf der Homepage der Stadt Würzburg

In zwei Projekten mit Pilotcharakter haben die Fachhochschule Eberswalde mit 225 Mitarbeitern und ca. 1800 Studenten sowie das Landesumweltamt Brandenburg (LUA) mit etwa 400 Mitarbeitern das europäische Öko-Auditsystem EMAS erfolgreich eingeführt. Damit ist der Beweis geführt, dass der Ecomapping/EMASeasy™ Ansatz nicht nur in kleinen Unternehmen funktioniert, sondern auch für mittelgroße Organisationen attraktiv und anwendbar ist.
„In einer deutschlandweiten Umfrage von rund 3000 Teilnehmern wurde die Hochschule in Eberswalde als die grünste Lehrstätte Deutschlands gekürt“, freut sich die Umweltmanagerin Kerstin Kräusche. Dass man parallel dazu nun die EMAS-Zertifizierung erreicht habe, mache die Hochschule nur noch authentischer.
Informationen über EMAS auf der Homepage der FH Eberswalde

„Das Landesumweltamt Brandenburg nimmt mit der EMAS-Auszeichnung in der Landesverwaltung eine Vorreiterrolle im aktiven Umweltschutz ein“, so Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack anlässlich der Übergabe der EMAS-Urkunde an LUA-Präsident Matthias Freude auf dem Jahresempfang der Umweltpartnerschaft Brandenburg. „Wenn wir mit eigenem guten Beispiel vorangehen, können wir überzeugender für die Umweltpartnerschaft des Landes mit den brandenburgischen Wirtschaftsbetrieben werben.“
Meldung über EMAS beim LUA Brandenburg auf der eigenen Internetseite

Das Besondere in beiden Projekten war die ausführliche Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. Studierenden zum Status-quo im betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz, die effektiv und zeitsparend erstmals über ein Online-Portal organisiert und ausgewertet wurde. Die guten Beteiligungsquoten und zahlreichen Verbesserungsvorschläge der Befragten belegen, dass dadurch das Ziel einen breiten Mitarbeitersensibilisierung und -einbindung erreicht wurde.


Auch kleinere Unternehmen ließen sich von den Vorteilen des EMASeasy-Konzeptes überzeugen. Geschäftsführer Oliver Stapfer von der Louko-Druck GmbH in Nürnberg freut sich, dass sich mit EMAS „eine Politik der Regelmäßigkeit in seinem Betrieb breit gemacht hat , was er so rasch nicht erwartet hatte“. Er erwartet zudem „durch die konsequente Umsetzung unseres Umweltverständnisses zählbare Markterfolge“.


Roland Gerhart, Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragter im Tagungszentrum Schmerlenbach des Bistums Würzburg, hat wie Edmund Gumpert, Umweltbeauftragter der Diözese Würzburg, vor rund einem Jahr an einem EMASeasy-Training teilgenommen und ist nach der Umsetzung im „eigenen Haus“ vor allem von der einfachen visuellen Umweltprüfung mittels Ecomapping und den verständlichen und klar strukturierten Schritten von EMASeasy angetan. Die EMAS-Zertifizierung konnte in der vergleichsweise kurzen Zeit von 9 Monaten durchgeführt werden.


Wer die praxisbewährte EMASeasy-Toolbox in seiner Beratungstätigkeit bzw. für die Umsetzung im eigenen Unternehmen nutzen möchte, kann sich im Rahmen des europäischen Leonardo-Projektes BE SMARTER für ein EMASeasy-Intensiv-Training am 19.-21. April 2010 in Würzburg mit anschließender E-Learning- und Tutoringphase bewerben. Deutscher Projektpartner und Veranstalter ist der Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.


Nähere Auskünfte erhalten Sie unter stefan.muessig [at] fuu-ev.de.


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