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BTU Cottbus erhält die EMAS-Registrierungsurkunde

09. Juli 2010 

Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der BTU Cottbus

Am 08.07.2010 übergaben Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack und der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus Dr. Wolfgang Krüger die EMAS-Registrierungsurkunde an den Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli.

Die BTU wurde am 18.06.2010 in das EMAS-Register eingetragen und ist damit bundesweit die elfte und in Brandenburg die zweite Hochschule, die ein Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung eingeführt hat.

Bereits 1991 wurde mit der Gründung der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik erstmalig an einer deutschen Universität ingenieur-, natur-, geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer zu einer Einheit zusammengefasst. Mit der EMAS-Einführung erreichte die BTU einen weiteren Bestandteil zum Status einer „Umweltuniversität“. Dabei greift sie den Ansatz des „Greening the University“ auf, bei dem es um die Einführung des Gedankens einer zukunftsfähigen Umweltgestaltung und Ressourcennutzung als Querschnittsthema in allen BTU Bereichen geht.

Das Umweltmanagement, das von einem Team um Prof. Dr. Wolf Schluchter und Dr. Norbert Kopytziok eingeführt und von den Studierenden und den Beschäftigten aktiv getragen wird, gilt für die beiden Standorte in Cottbus und Bad Saarow. Ihre Multiplikatorenrolle in Sachen Umwelt nimmt die BTU aktiv wahr, in dem sie umweltrelevante Aspekte in Lehre und Forschung einbindet. So gab es beispielsweise 34 Lehrveranstaltungen mit direktem Umweltbezug im Wintersemester 2009/10 und 56 im Sommersemester 2010. Darüber hinaus werden in zahlreichen Forschungsvorhaben umweltrelevante Aspekte eruiert. Der zentrale Umweltbeauftragte der BTU, Prof. Dr. Wolf Schluchter ist überzeugt, dass sich das Engagement auszahlt: „Zum einen werden Rohstoffe und Energie gespart, zum anderen erfahren Studierende während ihres Studiums, wie wertvoll ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist.“

Seit 2005 konnte bereits der spezifische Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch sowie das Abfallaufkommen pro Person reduziert werden. Aber um ihre Umweltleistung bei den direkten Umweltaspekten zu verbessern, setzt sich die Hochschule weitere Reduktionsziele im spezifischen Strom- und Wärmeenergieverbrauch sowie beim CO2. Denn die ökologische Hauptbelastung der BTU ergibt sich aus dem Energieverbrauch.

Bei der umweltfreundlichen Mobilität spielen die Studierenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine positive Rolle. Das Fahrrad ist laut einer repräsentativen Umfrage das beliebteste Fahrzeug bei den ca. 6.500 Studierenden und den 1.225 Beschäftigten der BTU. Als zweit häufigstes bewegen sich die Studierenden auf und zum Campus zu Fuß. Gründe für das vorbildliche Mobilitätsverhalten der Studierenden sind zum einen die zentrale Lage der Universität und zum anderen die nahe gelegenen Studentenwohnanlagen.

Weitere Umweltziele sind für die Bereiche Beschaffung, Baubestand und Gebäudenutzung, Arbeitsschutz sowie Rechtsaspekte formuliert und mit einer hohen Anzahl von Maßnahmen festgelegt, so dass bis zur nächsten Validierung ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gesichert ist.

 

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BTU Cottbus Übergabe EMAS-Registrierungsurkunde
Studienvertreter der BTU Cottbus
BTU Cottbus Übergabe EMAS-Registrierungsurkunde