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EMAS TISCH-Kalender 2012 Vorder-/Rückseite
(PDF 2 Seiten: A4 sowie A3 Druck - beidseitig)
29. Juni 2010
Während der EU-Ratspräsidentschaft will Belgien vorbildlich den Umwelteinfluss der zahlreichen geplanten EU-Aktivitäten in den nächsten sechs Monaten mit Hilfe von EMAS minimalisieren. Premierminister Yves Leterme, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten Olivier Chastel und der Minister für Klima-und Energie Paul Magnette haben dafür eine "Charta für eine nachhaltige Präsidentschaft" unterzeichnet. Diese enthält auch die Vorgabe, dass Belgien EMAS während der Präsidentschaft einsetzen will.
Belgien folgt damit dem Beispiel der vorangegangenen Ratspräsidentschaften wie Frankreich, Deutschland und Österreich, welche innerhalb ihrer Arbeitsperiode an der EU-Spitze ebenfalls die Umweltauswirkungen berücksichtigt hatten. „Belgien möchte Seite an Seite mit den Ländern stehen, die immer auch die ökologischen Auswirkungen ihrer Präsidentschaft beachtet haben. Denn der Respekt vor der Umwelt und die Menschenwürde geht mit dem Setzen von richtigen Zeichen einher“, so Magnette. Der Klimaminister zeigte sich zuversichtlich, dass Belgien in der sechsmonatigen Präsidentschaft, die am 1. Juli beginnt, in der Lage ist, sich als Pionier für ein verändertes Konsumverhalten der öffentlichen Verwaltungen hervorzutun und seine Politik an den Bürgern auszurichten.
So enthält die Charta einen Praxis-Leitfaden für die Beschäftigten und eine Check-Liste mit einem Carbon-Footprint Kalkulator. Ebenfalls sind Leitlinien für Catering, Mobilität und die Herkunft der verwendeten Materialien entstanden, welche die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigen.
Häufig stehen die von den Ministern und Beamten zurück gelegten Flugkilometer für die internationalen Sitzungen im Gastgeberland in der Kritik. Da hat Belgien einen Heimvorteil durch die Vorort liegenden EU Institutionen, so dass unnötiger Reiseverkehr vermieden werden kann.
Während der Ratspräsidentschaft will Belgien die größten Verursacher von Emissionen identifizieren und Empfehlungen zur Reduzierung in den kommenden sechs Monaten einbringen. Auf der Tagesordnung der Präsidentschaft werden weitere Maßnahmen erwartet, wie eine Verbrauchssteuer auf Kohlenstoffemissionen, Niedrigemissionsfahrzeuge und Verhandlungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen.
Die großen internationalen Sitzungen sind bekannt für ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Der Klimagipfel der Vereinten Nationen, der letztes Jahr in Kopenhagen tagte, erzeugte alleine 46.200 Tonnen Kohlendioxid, was der Menge an Emissionen entspricht die 3.000 Belgier in einem ganzen Jahr verbrauchen.