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EMAS lohnt sich für künftige Energieaudit-Pflicht

27.02.2015 

Energie Foto: © Uwe Schlick / PIXELIO
© Uwe Schlick / PIXELIO

EMAS-Unternehmen erfüllen die Energieaudit-Pflicht


Die europäische Energieeffizienzrichtlinie sieht vor, dass alle Unternehmen jeglicher Branchen, die mehr als 250 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro haben, künftig ein Energieaudit nachweisen müssen. Der Deutsche Bundestag hat dem Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie am 5. Februar zugestimmt, die Veröffentlichung wird im März 2015 erwartet.

EMAS-Unternehmen können dem Datum gelassen entgegen sehen, denn eine EMAS-Registrierung wird als geforderter Nachweis für Verbesserungen der Energieeffizienz anerkannt.

Für alle anderen ist jetzt der geeignete Zeitpunkt, sich um EMAS zu kümmern. War ursprünglich vorgesehen, bis spätestens zum 5.12.2015 ein Energie- oder Umweltmanagement nachweisen zu müssen, wurde diese Frist im Gesetzentwurf nun verlängert: bis Ende 2016 genügt der Nachweis, dass mit der Einführung begonnen wurde. Für den Weg zu EMAS bedeutet dies, dass mindestens die Erfassung, Dokumentation und Analyse eingesetzter Energieträger mit einer Bestandsaufnahme der Energieströme und Energieträger und der Ermittlung wichtiger Kenngrößen erfolgt sein muss.

Unternehmen, die bereits nach ISO 14001 zertifiziert sind, können ihr Umweltmanagementsystem zu EMAS aufwerten, der zu leistende Mehraufwand dürfte nicht höher sein, als eine neue Zertifizierung nach ISO 50001 anzugehen. Denn die Anforderungen der ISO 14001 stellen bereits vollumfänglich die Grundlage für EMAS dar. Hinweise über die zusätzlichen Inhalte können einer Information des Umweltgutachterausschusses entnommen werden: Öffnet internen Linkwww.emas.de/service/pdf-downloads/infoblaetter/

Mit EMAS lässt sich auch auf anderen aktuellen Themenfeldern sowohl für die Umwelt als auch die eigene Bilanz punkten: EMAS wird als Gegenleistung für den Spitzenausgleich bei der Strom- und Energiesteuer sowie der besonderen Ausgleichsregelung nach EEG anerkannt. Hierfür ist ebenfalls keine Parallelzertifizierung nach ISO 50001 mehr nötig. Schließlich liefert die geprüfte Umwelterklärung für die zunehmend geforderte Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte beste Grundlagen – ebenso wie für einen Nachhaltigkeitsbericht.

Informationen zum Energieaudit auf der Webseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhkontrolle (BAFA)