Die EMAS-Awards der EU Kommission

EMAS-Award 2015

Die Europäische Kommission kürt im zweijährlichen Rhythmus EMAS-Organisationen, die ihre Umweltperformance in besonderer Weise ausführen.

29.05.2015

Drei deutsche Unternehmen mit dem europäischen Umweltpreis 2015 ausgezeichnet

Die Gewinnerinnen und Gewinner des EMAS-Award 2015 © Andres Pardo Gomez

Am 20. Mai 2015 überreichte in Barcelona der Direktor des Bereichs Green Economy bei der EU-Kommission Kestutis Sadauskas die EMAS-Awards 2015 für herausragende Umweltinnovationen an die Seehotel Wiesler GmbH, die Metallbau Haslinger GmbH sowie einen Ehrenpreis an Schaeffler Technologies AG & Co. KG.

Die EU-Kommission verlieh bereits zum zehnten Mal den renommierten Umweltpreis an Unternehmen und Organisationen, die sich an dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS beteiligen und besondere Leistungen im Umweltschutz vorweisen. Die Gewinner des diesjährigen Awards sind Vorreiter in ihrer Kategorie und geben innovative Impulse für ihre Branche.

"Die EMAS-Award-Gewinner zeigen wie Kreislaufwirtschaft funktioniert", sagte Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Fischerei und Maritime Angelegenheiten. "Ich begrüße ihre Vision, Engagement und Ergebnisse. Sie sollten als Vorbilder für andere dienen, die auf der Suche nach einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Wirtschaft der Zukunft sind."

Die EMAS-Awards in den sechs Kategorien gingen an:

Aus der Wirtschaft

Mikro-Organisationen: La Page Original (Spanien)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Josep Martínez Ruzafa, La Page Original (Gewinner Mikrounternehmen) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

La Page Original ist ein Unternehmen für Grafikdesign und visuelle Kommunikation mit nur 3 Beschäftigten. Es zeichnet sich für die Einbindung von Umweltkriterien in allen Projekten aus und hat damit auch umweltfreundliche Auswirkungen auf das Verhalten seiner Kundschaft.

 

Kleine Organisationen: Seehotel Wiesler GmbH (Deutschland)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Ehepaar Wiesler (Gewinner kleine Unternehmen) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Das Seehotel Wiesler GmbH ein vier Sterne Wellnesshotel am Titisee im Südschwarzwald. Eigentümer Klaus-Günther Wiesler entwickelte nicht nur einen energiesparenden Wäschetrockener, der mit Holzhackschnitzeln aus den nahegelegenen Wäldern trocknet, sondern engagiert sich auch in seiner Branche und für die Region. Als Gründer des Vereins Naturpark-Wirte, deren mehr als 100 Mitglieder sich verpflichten, regionale Produkte zu verwenden, um damit die Region und die Landwirte gezielt und wirtschaftlich zu unterstützen, begeistert er seit 2003 bereits über 30 Hotels für EMAS.

 

Mittlere Organisationen: Metallbau Haslinger GmbH (Deutschland)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Annette Schmidt-Räntsch, Bundesumweltministerium in Vertretung für Metallbau Haslinger GmbH (Gewinner mittelgroße Unternehmen), und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Die Metallbau Haslinger GmbH aus dem niederbayerischen Aldersbach-Uttigkofen ist in Stahlbau und Krantechnik daheim und produziert seit 2014 CO2 neutral. Dafür sorgen die Photovoltaikanlagen für den Strombedarf und die Hackschnitzelöfen für den Wärmebedarf und für die zwei Pulverbeschichtungsöfen. Ein intelligentes Beleuchtungsmanagement und die in 2012 angeschafften Elektrofahrzeuge reduzieren ebenfalls den jährlichen CO2-Ausstoß.

 

Große Organisationen: COMEXI Group Industries S.A.U. (Spanien)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, COMEXI Group (Gewinner große Organisationen) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

COMEXI Group Industries S.A.U. ist ein familiengeführter Maschinenbauer, der unter anderem wegen der Entwicklung eines innovativen Druckers geehrt wurde. Der Druckprozess läuft komplett ohne lösemittelhaltige Tinte und damit ohne die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Der Drucker verbraucht zudem 40 % weniger Energie als herkömmliche Maschinen. Zusammen mit seinem Höchstmaß an Engagement in der Lieferkette hat Comexi das Potenzial, die gesamte Druckbranche zu verändern.

 

Aus der öffentlichen Verwaltung

Kleine Organisationen: Regionalne Centrum Gospodarki Wodno-Ściekowej S.A. (Polen)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Vertreter RCGW S.A. (Gewinner kleine Organisationen öffentlicher Sektor) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Das regionale Zentrum für Wasser- und Abwassermanagement (RCGW) ist europäischer Marktführer in der Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien im Wasser- und Abwassersektor. Es produziert aus Biogas jeden Monat 50 % mehr Energie als es benötigt. RCGW zeichnet sich unter seinen Mitbewerbern für Investitionen in innovative Forschung und Engagement aus.

 

Große Organisationen: Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Österreich)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, KABEG (Gewinner Große Organisationen öffentlicher Sektor) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Die Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (KABEG) besitzt und verwaltet die fünf größten öffentlichen Krankenhäuser im Süden Österreichs. KABEG hat seine Umweltauswirkungen radikal reduziert durch die Senkung des Wasserverbrauchs, die Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien (einschließlich Inhouse Solarstrom), mehr energieeffiziente Prozesse und Gebäude sowie Elektromobilität. In ihren Krankhäusern und Forschungsprojekten zeigt KABEG eine beeindruckende Auswahl an umweltfreundlichen Maßnahmen.

 

Besondere Würdigungen

Schaeffler Technologies AG (Deutschland)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Lennart Schleicher, Schaeffler Technologies AG (besondere Würdigung EMAS-Award 2015) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Die Schaeffler Technologies AG ist ein Wälzlagerhersteller und Automobilzulieferer im bayerischen Herzogenaurach, der für seine zahlreichen Produkt- und System-Innovationen sowie für sein Engagement für die weltweite Verbreitung von EMAS einen Ehrenpreis erhielt. Seit 2013 hat das Unternehmen bereits fünf Produktionsstandorte in Südkorea, vier in China und einen in Südafrika EMAS-registrieren lassen.

 

Schulverein St. Ursula (Österreich)

v. l. Tanja Bisgaard, Jury Vorsitzende, Vertreterinnen Schulverein St. Ursula (besondere Würdigung EMAS-Award 2015) und Kestutis Sadauskas, Direktor EU-Kommission © Andres Pardo Gomez

Der Schulverein St. Ursula, mit seinen Schulen in Wien, erhielt eine Anerkennung für sein Umweltengagement. Kinder und Jugendliche werden darin gebildet und gelehrt, dass sie später in ihren Berufen und Lebensaufgaben Verantwortung übernehmen können. Mit Schulen auf allen Kontinenten und mit mehr als 40.000 Schülerinnen und Schülern hat der Umweltgedanke der St. Ursula Schulen eine besonders entsprechende Reichweite.

Das Motto des EMAS-Award 2015 war Umweltinnovationen als Beitrag zur Verbesserung der Umweltleistung. 22 Unternehmen und Organisationen aus neun Mitgliedstaaten wurden für die diesjährigen EMAS-Awards nominiert. Mit dabei waren zwölf privatwirtschaftliche Unternehmen und zehn Organisationen aus dem öffentlichen Sektor. Die Gewinner der sechs Kategorien wählte eine unabhängige Jury der EU-Kommission unter dem Vorsitz von Tanja Bisgaard, die derzeit für das Innovations-Forum für Nachhaltige Produktion der dänischen Regierung arbeitet. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. Mai 2015 im Rahmen des 18. Eco-Innovation Forums in Barcelona, Spanien statt.

Weitere Informationen auf der EMAS-Award-Internetseite der EU-Kommission

Alle nominierten Unternehmen und Organisationen (PDF, 2,2 MB)

17.03.2015

EMAS-Award 2015

EU-Kommission gibt die Nominierten für die EMAS-Awards 2015 bekannt

 

22 Unternehmen und Organisationen aus neun Mitgliedstaaten wurden für die diesjährigen EMAS-Awards nominiert. Mit dabei sind zwölf privatwirtschaftliche Unternehmen und zehn Organisationen aus dem öffentlichen Sektor. Sowohl Deutschland als auch Spanien konnten mit jeweils fünf Organisationen die meisten EMAS-Teilnehmer nominieren. Unter dem Motto Umweltinnovationen als Beitrag zur Verbesserung der Umweltleistung wählt die Jury der EU-Kommission nun die Besten in den einzelnen Kategorien. Seien Sie dabei, wenn den Gewinnerinnen und Gewinnern am 20. Mai die Preise in Barcelona (Spanien) verliehen werden.

 

Nominierte aus dem privatwirtschaftlichen Sektor

 

Mikro-Unternehmen

 

(Werbeagentur)

 

Kleine Unternehmen

(Abfallwirtschaft)

 

 

Mittelgroße Unternehmen

(Katholische Privatschulen)

 

(Stahlbau und Kranktechnik)

 

(Hotelresort)

 

Große Unternehmen

(Abfallwirtschaft)

 

(Wälzlagerhersteller und Automobilzulieferer)

 

(Gaststätte)

 

(Anbieter von Halbleiterlösungen)

 

(Zementwerk)

 

(Maschinenbauer)

 

 

Nominierte aus dem öffentlichen Sektor

 

Kleine Organisationen

(Abfallwirtschaft)

 

(Gemeindeverwaltung von Tavarnelle Val di Pesa, Toskana)

 

(Wasserver- und Abwasserentsorgung)

 

(Hafenbehörde)

 

 

Große Organisationen

(Krankenhäuser)

 

(Landesbehörde der Mährisch-Schlesischen Region)

 

(Universität)

 

(Versorgungsunternehmen der Stadt Częstochowa)

 

(Verwaltung Kataloniens, Abteilung für Planung und Nachhaltigkeit)

 

(Umweltamt)

 

23.02.2015

EMAS-Award 2015

Fünf Organisationen aus Deutschland hat die Jury dieses Jahr für die EMAS-Awards der EU-Kommission nominiert. Das Thema des Wettbewerbs 2015 lautet "Umweltinnovationen als Beitrag zur Verbesserung der Umweltleistung". Die feierliche Preisverleihung findet am 20.05. in Barcelona statt.

 

Die deutsche Jury wählte aus den eingegangenen Bewerbungen fünf EMAS-registrierte Unternehmen und Organisationen aus, die dank innovativer Maßnahmen und Technologien besondere Leistungen für den Umweltschutz vorweisen. Die deutsche Vorentscheidung organisierte erneut der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der zusammen mit Expertinnen und Experten aus dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) und dem Umweltgutachterausschuss der Jury angehört.

 

Diese fünf Unternehmen können in Barcelona auf den europäischen EMAS-Preis in ihrer jeweiligen Kategorie hoffen:

 

Kleine Unternehmen: Seehotel Wiesler GmbH, Titisee

Zusammen mit einem regionalen Wäschereimaschinenhersteller entwickelte das seit 2006 nach EMAS-registrierte Hotel einen Wäschetrockner mit Heißwasserheizung, der mit der Heizwärme der hoteleigenen Holzhackschnitzelanlage heizt. Der nachwachsende Rohstoff Holz stammt aus den Wäldern in nächster Nähe zum Hotel. Der Trockner verbraucht weniger Energie (350 Watt) durch geringere Temperaturen als herkömmliche Geräte. Die schonende Trocknung verlängert die Lebensdauer der Textilien um bis zu 25 Prozent. Darüber hinaus engagiert sich Klaus-Günther Wiesler, Eigentümer des Hotels, für die Region Südschwarzwald und seine Branche unter anderem mit der Gründung des Vereins Naturpark-Wirte in 2003. Die derzeit über 100 Mitglieder verpflichten sich, regionale Produkte zu verwenden, um damit die Region und die Landwirte gezielt und wirtschaftlich zu unterstützen. Über 30 Hotels des Vereins sind auch durch die Überzeugungsarbeit von Klaus-Günther Wiesler mittlerweile EMAS-registriert und weitere werden seinem Beispiel folgen.

 

 

Mittelgroße Unternehmen: Haslinger GmbH, Aldersbach-Uttigkofen

Die Haslinger GmbH aus dem niederbayerischen Aldersbach-Uttigkofen ist in Stahlbau und Krantechnik daheim und produziert seit dem 01.01.2014 CO2 neutral durch innovative Maßnahmen. 384 t CO2 sparten die acht Photovoltaikanlagen durch ihren Gesamtertrag von 640.335 kWh in 2014. Dies entspricht ca. 61 % des Gesamtstrombedarfs von 1.037.725 kWh. 80 % des Stroms von zwei Eigenspeisungsanlagen, nämlich 291.300 KWh, werden direkt in die Produktion eingespeist. Auch der Wärmebedarf und die komplette Hallenheizung werden CO2-neutral durch zwei Hackschnitzelöfen gedeckt. Ein weiterer Hackschnitzelofen produziert heiße Luft für die zwei Pulverbeschichtungsöfen. Die Hackschnitzelanlagen sparen jährlich 250.000l-Heizöl bzw. 650 t CO2 und werden zum Teil mit Holz aus dem eigenen Pappelwald und dem Holzschredder, der Holzabfall verwertet, versorgt. Weitere 119 t CO2 konnten durch den Austausch mit LED-Lampen für die Hallenbeleuchtung (216.00 kWh) eingespart werden. Auch die in 2012 angeschafften Elektrofahrzeuge reduzieren den CO2-Ausstoß jährlich um 12 t.

 

 

Große Unternehmen: Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach

Der Wälzlagerhersteller und Automobilzulieferer Schaeffler entwickelt zahlreiche Produkt- und System-Innovationen für die Automobil- und Industrie-Branche, um CO2 einzusparen. Zum Beispiel Module, die die Effizienz von Motoren steigern: eine Oberflächenbeschichtung, die die Reibungsverluste im Motor reduziert und im umweltfreundlichen Verfahren aufgebracht wird, ein Thermomanagement-Modul, das die optimalen Temperaturbedingungen für Motoren in kürzester Zeit gewährleistet, oder die weltweit erste elektrohydraulische Ventilsteuerung für Verbrennungsmotoren. Schaeffler fertigt ebenfalls Leichtbau-Technologien, die das Gesamtgewicht des Fahrzeugs reduzieren, wie Körper aus Blech, die um bis zu 25 Prozent leichter sind als konventionelle Metall-Komponenten oder leichte Radlager, die rund zehn Prozent weniger wiegen als ein herkömmliches Lager, was bei vier Rädern eine Gewichtsersparnis von mehr als 1 kg beinhaltet. Schaeffler unterstützt eine nachhaltige Mobilität durch Elemente für E-Bikes oder ermöglicht erneuerbare Energieerzeugung aus Meereswellen und mit Windrädern. Seit 2013 nutzt Schaeffler die Option der weltweiten EMAS-Registrierung und hat bereits fünf Produktionsstandorte in Südkorea, vier in China und einen in Südafrika EMAS-registrieren lassen.

 

 

Kleine Organisationen öffentliche Verwaltung: Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Aßlar

Der Entsorgungsfachbetrieb mit dem Abfallwirtschaftszentrum im hessischen Aßlar organisiert mit seinen rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Abfallwirtschaft im Lahn-Dill-Kreis. Mit der Einführung einer elektronischen Erkennung der Abfallgefäße sind genaue Gebühren für die individuell produzierte Abfallmenge möglich. Dies schaffte einen Anreiz für eine bessere Trennung der Abfälle bzw. eine Verminderung des Restabfalls was in 2014 erreicht wurde. Mit der Einführung des Identifikationssystems konnten auch die Fahrzeugtouren optimiert und dadurch der Treibstoffverbrauch reduziert werden. 2014 steigerten die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises signifikant ihre Wertstofferfassung. Grund dafür ist die Erweiterung der dezentralen Wertstoffhöfe, die ortsnah und kostenfrei die Wertstoffe annehmen. Durch technischen Einsatz konnte Sickerwasserbildung von 2013 zu 2014 um fast 5% reduziert werden. Sickerwasser, das beim Betrieb der Abfallanlagen anfällt, wird zum Schutz des Grundwassers aufgefangen und gereinigt. Die dafür notwendigen Energien und Ressourcen konnten somit eingespart werden.

 

 

Großen Organisationen öffentliche Verwaltung: Universität Bremen, Bremen

2014 weihte die Universität Bremen ihr neues Zentrum für Hochleistungsrechner ein, das derzeit einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft sei. Im “Green IT Housing Center” konzentriert sich nun die gesamte Rechnerleistung an einem Ort und ermöglicht jährliche Energieeinsparungen von rund 3,6 Millionen Kilowattstunden und damit eine Verringerung des C02-Ausstoßes um mehr als 2.000 Tonnen. Bisher waren Rechner auf dem Wissenschaftsgelände verteilt und je leistungsstärker sie waren, desto mehr Energie musste für die Kühlung eingesetzt werden. Für jede Kilowattstunde zugeführte Energie mussten noch einmal etwa zweieinhalb Kilowattstunden für die Kühlung bereitgestellt werden. Das jetzige Rechnerzentrum ist mit einer modernen umweltfreundlichen Kühltechnik ausgestattet. An neun Monaten im Jahr reicht die Außenluft, um die Maschinen kühl zu halten. Während der übrigen Zeit liefert eine Absorptionsmaschine Klimakälte. Sie wird von einer nahe gelegenen Müllverbrennungsanlage mit Abwärme versorgt, für die es im Sommer bisher keinen Abnehmer gab. Die Quote Computerleistung zur Kühlleistung verringerte sich damit von 1:2,5 auf 1:1,4.

 

Jeder Mitgliedsstaat konnte EMAS-Teilnehmer in sechs Kategorien für den europäischen Preis nominieren. Diese stellen sich nun dem Urteil einer europäischen Jury.

 

Aktuelle Nachrichten zu den EMAS-Awards auf der Internetseite der EU Kommission.



Die feierliche Preisverleihung findet

am 20. Mai 2015 ab 19 Uhr
im Edificio ONCE - C/ Sepulveda, 1 – SP-08015 Barcelona, Spanien


im Rahmen des 18. Eco-Innovation Forum statt.

 

Das Forum ist für alle Interessierten offen und beschäftigt sich am 20. und 21. Mai unter dem Titel Boosting competitiveness and innovation - The role of environmental labelling, management and information schemes mit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovation insbesondere bei KMU durch Umweltkennzeichnung, Management- und Informationssystemen. Dabei wird es konkret um EMAS und das EU Umweltzeichen (Ecolabel), die Überprüfung durch Environmental Technology Verification (ETV) und das Europäische Einzelhandelsforum gehen.

 

Anmeldung

Sie können sich für beide Veranstaltungen über die Internetseite des Forums anmelden.


Zugangsdaten für die Anmeldung
Login: ecoap
Passwort: barcelona

 

Mehr Informationen zu EMAS gibt es auf der Website der EU Kommission.

23.10.2014

 

Europäische Kommission schreibt die EMAS-Awards 2015 aus

 

Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission prämiert 2014 EMAS-Organisationen, die ihre Umweltleistung durch besonders effektive Umweltinnovationen verbessern. Bewerben Sie sich jetzt bis zum 21. Januar 2015 beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

 

Der EMAS-Award ist die renommierteste Auszeichnung für ein Umweltmanagement. Seit 2005 kürt die Europäische Kommission EMAS-Organisationen, die ihre Umweltperformance in besonderer Weise ausführen. Der Fokus des europäischen Umweltpreises liegt jeweils auf einem anderen spezifischen EMAS-Umweltthema.

 

Für 2015 stehen die EMAS-Preise unter dem Motto Umweltinnovationen als Beitrag zur Verbesserung der Umweltleistung.

 

Umweltinnovationen bei Produkten und Dienstleistungen vermindern die Auswirkungen auf die Umwelt und verbessern die Nutzung von Ressourcen durch neuartige Lösungen. Die Umsetzung von kreativen Umweltinnovationen in Unternehmen und Organisationen sollte sich dabei auf den Produktionsprozess, die Wertschöpfungskette, die Organisation selber oder das Geschäftsmodell fokussieren, wo sie zur Verbesserung der Umweltleistung führt. Dabei ist auch die Berücksichtigung von weiteren Kriterien wie die Einbindung interessierter Kreise (z. B. Lieferanten und Kunden), die Mitarbeiterbeteiligung, die Kommunikation und Transparenz einer Organisation, die indirekten Umweltaspekte, die Reproduzierbarkeit der Maßnahme oder Benchmarks und das allgemeine Engagement der Organisation relevant. Ihre kreativen und erfolgreichen Ideen sind der Schlüssel zur Bewerbung um den EMAS-Preis.

 

In den folgenden sechs Kategorien werden die EMAS-Preise vergeben:

  • Mikro-Organisationen
  • Kleine Organisationen
  • Mittlere Organisationen
  • Große Organisationen
  • Kleine Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung
  • Große Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung

 

Organisationen aus allen Branchen der Industrie, Dienstleistung oder dem öffentlichen Sektor mit einer gültigen EMAS-Registrierung können sich beim DIHK bewerben. Dem DIHK als gemeinsamer Stelle der deutschen EMAS-Registrierungsstellen obliegt die nationale Auswahl der Kandidaten für die Preise. Er folgt dem Vorschlag einer Jury, der Expertinnen und Experten aus dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU), dem Umweltgutachterausschuss und dem DIHK angehören.

 

Der Bewerbungsbogen ist auf der Seite des DIHKs zu finden.


Der Bewerbung sind in elektronischer Form einzureichen und sollten enthalten:

  • einen ausgefüllten Bewerbungsbogen, inklusive einer Beschreibung Ihrer innovativen Maßnahme(n) zur Verbesserung der Umweltleistungen
  • die letzte validierte Umwelterklärung (PDF-Datei)
  • und ggf. weitere sachdienliche Informationen

 

Es können nur Bewerbungen berücksichtigt werden, die vollständig per E-Mail bis Mittwoch, den 21. Januar 2015, 24 Uhr eingegangen sind beim
Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Gemeinsame Stelle der EMAS-Registrierungsstellen unter der E-Mail: emas@dihk.de

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