EMAS-Award 2012

EMAS-Award 2012

Zwei deutsche Unternehmen mit dem EMAS-Award 2012 der EU Kommission ausgezeichnet

Die Gewinner der EMAS-Awards 2012
©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Am 29. November 2012 erhielten im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Brüssel die Riechey Freizeitanlagen und die Neumarkter Lammsbräu den begehrten EMAS-Award 2012. Der von der deutschen Künstlerin ko floriana entworfene Preis wurde von Professor Jacqueline McGlade, European Environment Agency, überreicht. Vier weitere Unternehmen und öffentliche Verwaltungen aus Österreich, Großbritannien und Italien wurden ebenfalls für ihre innovativen EMAS-Leistungen mit Preisen der europäischen Kommission geehrt.

 

Die EMAS-Awards sind die prestigeträchtigsten Preise der Europäischen Kommission, die seit 2005 jährlich an EMAS-Organisationen mit herausragenden Leistungen im Umweltmanagement vergeben werden. In sechs Kategorien bewerben sich europäische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen um diese Auszeichnung, die jedes Jahr zu einem anderen Umweltaspekt ausgeschrieben wird. Thema in diesem Jahr war Wassermanagement und Wassereffizienz.

 

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik gratulierte den Gewinnern und allen Nominierten zu ihrem herausragenden Engagement. Professor Jacqueline McGlade, European Environment Agency, die die Jury aus acht internationalen Experten leitete, überreichte die EMAS-Awards 2012 an die Gewinner:

Mikro-Organisationen

Gewinner in der Kategorie Mikro Organisation Abwasserverband Anzbach
©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Abwasserverband Anzbach Laabental (Österreich)

Der Abwasserverband wurde 1972 von sechs Gemeinden gegründet und behandelt in seiner Reinigungsanlage die anfallenden Abwässer der mittlerweile neun Mitgliedsgemeinden. Der Abwasserverband betreibt aktiven Umwelt- und Gewässerschutz durch die umweltverträgliche Reinigung des Abwassers und fördert die Bewusstseinsbildung beim Thema Abwasser durch intensive Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus registriert er alle nicht-häuslichen Einleiter, um eine schädliche Wasserverschmutzung z. B. durch Chemikalien zu vermeiden. Außerdem arbeitet der Wasserverband nur mit zertifizierten Lieferanten zusammen.

Kleine Organisationen

Gewinner in der Kategorie Kleine Organisation Riechey Freizeitanlagen
Foto: ©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Riechey Freizeitanlagen GmbH & Co. KG, Fehmarn (Deutschland)

Das Familienunternehmen aus Schleswig-Holstein ist Betreiber des Camping- und Ferienparks Wulfener Hals auf der Ostseeinsel Fehmarn. Der Campingpark verfügt über einen geschlossenen Wasserkreislauf mit vier eigenen Brunnen, einem platzeigenen Wasserwerk zur Grundwasserförderung und einer vollbiologischen Kläranlage, in der die anfallenden Abwassermengen geklärt, aufbereitet und auf dem eigenen Platz und einem Golfplatz zur Berieselung genutzt werden. Die Sanitäranlagen sind unter anderem mit Filtern, Solarthermie für das Warmwasser, UV-Desinfektionen und Drainagen aufgerüstet. Mit Maßnahmen wie Durchflussminderern und moderner Sensorik liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Gast und Übernachtung mit 100 Litern unter dem Bundesdurchschnitt von 130 Litern.

Mittlere Organisationen

Gewinner in der Kategorie Mittlere Organisation Neumarkter Lammsbräu
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Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e. K., Neumarkt in der Oberpfalz (Deutschland)

Für die familiengeführte bayerische Bio-Brauerei ist Wasser eine relevante und essentielle Ressource und wasserwirtschaftliche Belange haben höchste Priorität. Neumarkter Lammsbräu bezieht sein Wasser aus eigenen Quellen und unterstützt regionale Trinkwasserschutzmaßnahmen. Als Wassersparmaßnahmen setzt das Unternehmen unter anderem Regenwasser und wiederaufbereitetem Wasser ein. Mit Schulungen und aktiver Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Wasser fördert der Lebensmittelhersteller das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit.

Große Organisationen

Gewinner in der Kategorie Große Organisation Lafarge Cement UK
©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Lafarge Cement UK (Großbritannien)

Der größte britische Zementhersteller hat eine unabhängige Wasser-Fußabdruck-Analyse in Auftrag gegeben, die den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte mit Auswirkungen auf das Wasser betrachtet. Die Berücksichtigung spiegelt sich in der Wassereffizienz der Zementherstellung wieder: 2010 = 1,22 m3 Wasser pro Tonne PCE (Portland Cement Equivalent); 2011 = 0,142 m3 Wasser pro Tonne PCE. Bei der Entwicklung von neuem Zement wird auch die Wassermenge betrachtet, die bei der Verwendung beim Endnutzer erforderlich ist.

Kleine Organisation aus der öffentlichen Verwaltung

Gewinner in der Kategorie Kl. öffentliche Verwaltung Commune di Tavarnelle Val di Pesa
©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Commune di Tavarnelle Val di Pesa (Italien)

Die Gemeindeverwaltung in der Toskana installierte wassersparende Techniken in Neubauten und führte landwirtschaftliche Verbesserungspläne zur Reduzierung von Erosion und Abfluss ein. Bei Kapitalinvestitionen, Beschaffungen und andere Verwaltungsentscheidungen werden Wassermanagement-Aspekte berücksichtigt. Die Verwaltung führt auch Umweltschulungen im Hotel- und Gastgewerbe durch.

Große Organisation aus der öffentlichen Verwaltung

Gewinner in der Kategorie Gr. öffentliche Verwaltung Bristol City Council
©Javier-Bernal-Revert/EU Commission

Bristol City Council (Großbritannien)

Die Stadtverwaltung bietet eine umfangreiche Infrastruktur und Dienstleistungen für die Stadt Bristol und ihre Bürgerinnen und Bürger an. Durch eine Vielzahl von Wassereffizienzmaßnahmen wie Regenwassersammlung und -nutzung, nachhaltige städtische Abwasserkanäle und einem reduzierten Wasserverbrauch beim kommunalen Gartenbau, konnte der gesamte Wasserverbrauch von Bristol seit 2009/10 um 11% reduziert werden. Bei der Strategie für eine zukünftige Stadtentwicklung werden wichtige Maßnahmen für den Wasserschutz mit einbezogen. Zusätzlich wurde durch lokale Initiativen die Qualität des Oberflächenwassers von Bristols Flüssen verbessert.

EMAS Awards 2012 - Banner

Kommission gibt die Nominierten für die EMAS-Awards 2012 bekannt

Insgesamt wurden 27 EMAS-Organisationen aus 14 Mitgliedsstaaten in sechs Kategorien nominiert: 23 Unternehmen aus dem privatwirtschaftlichen und vier Organisationen aus dem öffentlichen Sektor hoffen am 29. November auf die Auszeichnung mit dem renommierten EMAS-Award für besondere Umweltleistung.

 

Die meisten Bewerbungen gingen für die Kategorie Große Organisationen ein (13 Nominierte), gefolgt von fünf Nominierten in der Kategorie Kleine Organisationen. Jeweils drei Organisationen stellen Österreich, Spanien, Italien, Deutschland und Großbritannien.

 

Die Nominierten haben ihr Engagement im Bereich der Wasserwirtschaft in verschiedener Weise gezeigt. Zum Beispiel durch innovative Wege der Verwendung von Regenwasser, des Aufbaus von Wasserkreisläufen oder der Entwicklung neuer Produktionstechnologien, die weniger Wasser verbrauchen.

 

Die Nominierten für den EMAS-Award 2012 sind:

 

Kategorie

Name

Land

Mikro-Organisationen

Abwasserverband Anzbach Laabental

Österreich

Fondazione per L’Agricoltura F.lli Navarra

Italien

Kleine Organisationen

CESGARDEN, S.L.

Spanien

CMS High-Tech

Frankreich

Park Lane Press

Großbritannien

Riechey Freizeitanlagen GmbH & Co. KG, Camping- und Ferienpark Wulfener Hals

Deutschland

Stiftsbrauerei Schlägl e.U.

Österreich

Kleine und mittlere Organisationen

JESÚS OBRERO

Spanien

Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e. K.

Deutschland

Zlínstav a. s.

Tschechische Republik

Große Organisationen

Aalborg Portland A/S

Dänemark

Abbott SrL

Italien

Arctic Paper Munkedals AB

Schweden

AS Tallinna Vesi

Estland

AUDI HUNGARIA MOTOR Kft.

Ungarn

CONDAT SAS

Frankreich

Emil Frei GmbH & Co. KG

Deutschland

Lafarge Cement UK

Großbritannien

MAN Trucks Sp. z o

Polen

OEZ, s.r.o.

Tschechische Republik

Salzburger Flughafen GmbH

Österreich

UPM-Kymmene Corporation

Finnland

UTE DESALADORA CAMPO DE CARTAGENA (DESALINIZADORA DE VALDELENTISCO)

Spanien

Kleine Organisationen (öffentliche Verwaltung)

COMUNE di TAVARNELLE VAL di PESA

Italien

Große Organisationen (öffentliche Verwaltung)

Bristol City Council

Großbritannien

Intercommunale Walloon Brabant (IBW)

Belgien

Przedsiębiorstwo Wodociągów i Kanalizacji Okręgu Częstochowskiego S.A.

Polen

 

 

 

Jury-Mitglieder für die EMAS-Awards 2012 von Kommission berufen

Diese acht Expertinnen und Experten für Umwelt- und Wassermanagement beurteilen die 27 Bewerbungen und entscheiden, welche Organisation sich am 29. November mit dem Titel eines EMAS-Award-Gewinners schmücken darf:

 

  • Professor Jacqueline McGlade (European Environment Agency)
  • Ruth Mathews (Water Footprint Network)
  • Sabine von Wirén-Lehr (European Water Stewardship - EWS)
  • Prof. Dr. Matthias Finkbeiner (Technische Universität Berlin)
  • András Szöllösi-Nagy (UNESCO-IHE Institute for Water Education)
  • Dipl. Ing. Miklos Papp (Umweltgutachter)
  • Joerdi Roels (Zertifizierer/Auditor)
  • Anna Simpson (Green Futures)

 

Commission appoints the jury for EMAS Awards 2012

Preisverleihung

Les Ateliers des Tanneurs
© Les Ateliers des Tanneurs, 2012

Die Gewinnerinnen und Gewinner der renommierten EMAS-Awards werden am 29. November 2012 in feierlichem Rahmen bekannt gegeben. Die Zeremonie findet im "Les Ateliers des Tanneurs" statt, einer architektonischen Besonderheit im Herzen von Brüssel. Die Preisverleihung ist öffentlich zugänglich. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Die Anmeldung ist keine Teilnahmegarantie, sondern wird Ihnen von den Veranstaltern bestätigt.

 

Die nationalen Nominierten für den EMAS-Award 2012

EMAS-Award 2012 (© Design & Fotos 2011-2012 by Floriana Meike Ohldag)
© Design & Fotos 2011-2012 by Floriana Meike Ohldag

Für die diesjährigen europäischen EMAS-Awards 2012 zum Thema „Wassermanagement“ stehen für Deutschland die Nominierten fest. Die nationale Jury wählte drei Kandidaten aus, die jetzt für den Preis der Europäischen Kommission ins Rennen gehen. Damit sind für drei der sechs Kategorien des Awards deutsche EMAS-Organisationen nominiert. Eine von der Kommission beauftragte Jury entscheidet nun über die Europasieger, die bei der Preisvergabe am 29. November in Brüssel geehrt werden.

 

 

Die Nominierten für den Europäischen EMAS-Award 2012 sind:

Das Familienunternehmen aus Schleswig-Holstein ist Betreiber des Camping- und Ferienparks Wulfener Hals auf der Ostseeinsel Fehmarn und seit 2003 EMAS-registriert.

 

Brunnen, Wasserwerk und Kläranlage
In der aktuellen Umwelterklärung wird die Wassersituation ausführlich thematisiert und wasserwirtschaftliche Belange nehmen einen wesentlichen Teil der Umweltpolitik des Campingplatzes ein. Dieser verfügt über einen geschlossenen Wasserkreislauf mit vier eigenen Brunnen, einem platzeigenen Wasserwerk zur Grundwasserförderung und einer vollbiologischen Kläranlage, in der die anfallenden Abwassermengen geklärt, aufbereitet und auf dem eigenen Platz und einem Golfplatz zur Berieselung genutzt werden. Die Grauwasserberieselungsanlage wurde als Pilotprojekt 2010 in Betrieb genommen und die Umweltauswirkungen der Grundwasserentnahme wurden in einer Diplomarbeit untersucht.

 

Wassersparende Sanitäranlagen
Die Sanitäranlagen sind unter anderem mit Filtern, Solarthermie für das Warmwasser, UV-Desinfektionen und Drainagen aufgerüstet. Mit Maßnahmen wie Durchflussminderern und moderner Sensorik liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Gast und Übernachtung mit 100 Litern unter dem Bundesdurchschnitt von 130 Litern. Die Platzbetreiber stellten nach einem Feldversuch auf vollbiologische Reinigungsmittel um.

 

Informationen für Gäste
Neben der ausführlichen und anschaulichen Umwelterklärung entstand in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) eine Umweltbroschüre zur Küstenregion und deren Gefährdungen zur Sensibilisierung der Gäste.

Die familiengeführte bayerische Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu ist mit der Ersteintragung im Jahr 1996 eines der ältesten EMAS-Unternehmen Deutschlands. Als Bio-Lebensmittelhersteller ist Wasser eine relevante und essentielle Ressource und wasserwirtschaftliche Belange haben höchste Priorität.

 

Wasser ein Thema für Alle
Zur Bewusstseinsbildung der über 100 Mitarbeitenden veranstaltet der Betrieb Workshops und Schulungen zur Gefährdung des Grundwassers durch Pestizideinträge und zum Schutz von Trinkwasser. Um auch die Öffentlichkeit für das Thema Wasser zu sensibilisieren führte das Unternehmen u.a. das Forum „Wasser – unser wichtigstes Lebensmittel“ bei der Woche der Umwelt 2012 durch und betreibt zu dem Thema aktive Öffentlichkeitsarbeit. Auch bei den Lieferantenaudits ist Wasser ein wichtiges Thema.

 

Wasserschutzmaßnahmen
Neumarkter Lammsbräu bezieht sein Wasser aus eigenen Quellen und unterstützt regionale Trinkwasserschutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Förderung von Streuobstwiesen, Renaturierungsmaßnahmen von Bachläufen und Kulturlandplänen (Naturschutzmaßnahmen für Bio-Betriebe). Zum Schutz der Wasserqualität gründeten sie Ende 2008 die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. Die Verwendung und Verarbeitung von ökologisch hergestellten Rohstoffen unterstützt einen geringen Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln bei der Produktion der Rohstoffe. Die Bio-Brauerei betreibt somit einen proaktiven Wasserschutz.

 

Wasserschutz in der Produktion
Durch den Ausbau der Abverkäufe von Mineralwasser, alkoholfreien Erfrischungsgetränken und alkoholfreien Bieren mit niedrigerer Stammwürze verringert sich der Wasserbedarf pro Mengeneinheit gravierend, da sehr wasserintensive Prozessschritte ganz entfallen oder sehr reduziert erforderlich sind (Mälzerei, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, Filtration). Das umfangreiche Wassermanagement zeigt auch, dass der Wasserverbrauch im Vergleich zu anderen Brauereien hoch ist. Dies liegt an der eigenen Mälzerei, der überwiegenden Abfüllung in 0,33 l Flaschen und der höheren Produktvielfalt und dem dadurch erhöhten Reinigungsbedarf der Tanks, Flaschen und Anlagen. Als Gegenmaßnahme werden zum Beispiel in der Mälzerei 80 % des Weichwassers wieder verwendet. Das Regenwasser wird durch diverse Versickerungseinrichtungen gelenkt und in Kälteanlage genutzt.

Das Familienunternehmen aus dem Schwarzwald, das 1996 als erste Lackfabrik in Deutschland an EMAS teilnahm, entwickelt und produziert Farben und Lacke für die unterschiedlichsten Branchen, Anwendungen, Herstellungsverfahren und Anforderungen.

 

Ungeahnte Möglichkeiten durch Regenwassernutzung
Seit der EMAS-Einführung reduzierte das Unternehmen seinen Frischwasser-Verbrauch drastisch. So wurden 1995 über 15.700 m³ Frischwasser verbraucht, aber 2011 nur noch 3.300 m³ bei nahezu verdoppelter Produktionsmenge. Hauptgrund ist der Einsatz von Regenwasser für Kühl- und Heizprozesse, für die Reinigungskreisläufe in den Produktionen Pulverlacke, Wasserlacke, Elektrotauchlacke, seit 2012 auch direkt in den Wasserlacken (als vollentsalztes Wasser) und für die Behälterreinigung sowie für den Sanitärbereich. Das Regenwasser-Volumen von 8.000 m³/a wird zu fast 59 % genutzt.

 

Verbesserte Energie- und Materialeffizienz
Mit der Regenwassernutzung reduzierte die Emil Frei GmbH nicht nur den Wasser-Verbrauch, sondern verringerte auch die Energie- und Lösemittelverbräuche, vor allem in den Prozessen Kühlkreislauf und Behälterreinigung. Im Prozess Kühlkreislauf konnten über 2.000.000 kWh eingespart werden. Die Lösemittelmengen für die Behälterreinigung reduzierten sich um fast 80 t Lösemitteln/a und sogar das bisherige Lösemittel Ethylacetat als Spülmedium konnte durch Regenwasser ersetzt werden. Selbst der Löschwasservorrat für Sprinkleranlage der Hochregallager wird mit Regenwasser gespeist.

 

64 % weniger Emissionen
Die Modernisierung der Heiztechnik mit Wasser-Wärmepumpen und Wärmetauschern sorgt für eine Kühlung im Sommer und eine angenehme Arbeitstemperatur im Winter. Bis zu einer Außentemperatur von 0° C ist eine Zusatzheizung mit Öl nicht notwendig. Damit senkte sich der Energieverbrauch der Heizung um 66 % und die dadurch bedingten Emissionen um 64 %.

 

In Sachen Umweltschutz betreibt der Lackehersteller aktive Kommunikationsarbeit zum Beispiel in verschiedenen Gremien in Form von Mitarbeit und Vorträgen, wie bei der Fachvereinigung Betriebs‐und Regenwassernutzung. Für 2012 ist darüber hinaus die Ermittlung des Wasser-Fußabdrucks für direktes und virtuelles Wasser geplant.

 

EMAS-Award zum Thema Wassermanagement gestartet

Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission prämiert dieses Jahr EMAS-Organisationen, die besonders schonend mit der lebenswichtigen Quelle Wasser umgehen, mit den "EMAS-Awards 2012". Bewerben Sie sich jetzt bis zum 05. September 2012 beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Verleihung der Preise wird am 29. November 2012 in Brüssel (Belgien) stattfinden.

 

Der EMAS-Award ist die renommierteste Auszeichnung für ein Umweltmanagement. Jedes Jahr kürt die Europäische Kommission EMAS-Organisationen, die ihre Umweltperformance in besonderer Weise ausführen. Seit 2005 wird die beste EMAS-Umweltleistung jedes Jahr in einem anderen Bereich prämiert, so dass der Fokus des europäischen Umweltpreises jeweils auf einem anderen spezifischen EMAS-Umweltthema liegt.

 

Für 2012 stehen die EMAS-Preise unter dem Motto Wassermanagement, Wassereffizienz und Wasserqualität.

 

Wasser ist der Schlüssel zum Leben: eine lebensnotwendige Ressource für alle, nicht nur zum Trinken. Rücksichtsvolles Management und der schonende Gebrauch sind die Herausforderungen im Umgang mit Wasser für jetzt und für zukünftige Generationen. Organisationen können Maßnahmen bezüglich des Wassers in Abhängigkeit von ihren Einflussmöglichkeiten ergreifen (direkte und indirekte Umweltaspekte). Diese Maßnahmen wiederum werden in zwei Kategorien unterteilt: einerseits in Maßnahmen, die auf eine Verbesserung der Qualität des Wassers zielen und andererseits Maßnahmen, die die Wassermenge fokussieren. Die Jury der EMAS-Awards wird die verschiedenen Maßnahmen im Wassermanagement vergleichen und anhand ihrer Effekte bewerten.

 

Die EMAS-Preise werden in sechs Kategorien vergeben:

 

Mikro-Organisationen: Weniger als 10 Beschäftigte und ein Jahresumsatz und / oder eine jährliche Bilanzsumme von nicht mehr als 2 Mio. Euro.

 

Kleine Organisationen: 10 bis 50 Beschäftigte und ein Jahresumsatz und / oder eine jährliche Bilanzsumme von nicht mehr als 10 Mio. Euro.

 

Kleine und mittlere Organisationen: 50 bis 250 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro und / oder eine jährlichen Bilanzsumme von nicht mehr als 43 Mio. Euro.

 

Große Organisationen: Mehr als 250 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro.

 

Kleine Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung: Weniger als 10.000 Einwohner im Verwaltungsgebiet und / oder weniger als 250 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von bis zu 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von bis zu 43 Mio. Euro.

 

Große Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung: 10.000 Einwohner oder mehr im Verwaltungsgebiet und / oder 250 oder mehr Beschäftigte und ein Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro.

 

Alle Organisationen aus Industrie, Dienstleistung oder dem öffentlichen Sektor mit einer gültigen EMAS-Registrierung können sich beim DIHK bewerben. Dem DIHK als gemeinsamer Stelle der deutschen EMAS-Registrierungsstellen obliegt die nationale Auswahl der Kandidaten für die Preise. Er folgt dem Vorschlag einer Jury, der Expertinnen und Experten aus dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU), dem Umweltgutachterausschuss und dem DIHK angehören.

 

Die Bewerbungen müssen bis zum 05. September 2012 beim DIHK eingehen. Die nationalen Gewinnorganisationen werden Mitte September an die EU-Kommission gemeldet.

 

Die Ausschreibung mit allen Details und einen Bewerbungsbogen im englischen Original und in der deutschen Übersetzung finden Sie hier:

EMAS-Award 2012 (© Design & Fotos 2011-2012 by Floriana Meike Ohldag)
© Design & Fotos 2011-2012 by Floriana Meike Ohldag

Mit den EMAS-Awards zeichnet die Europäische Kommission seit 2005 regelmäßig innovative Unternehmen und Organisationen aus, die in vorbildlicher Weise das europäische System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung umsetzen. Der diesjährige Preis steht unter dem Motto Wassermanagement.

 

Die Europäische Kommission hat für die EMAS-Awards 2012 das folgende Thema ausgewählt:

 

Wassermanagement (inklusive Wassereffizienz und Wasserqualität)

 

Leben ist unmöglich ohne eine ausreichende Versorgung mit sauberem Wasser. Gewässer stellen Trinkwasser und ebenso Brauchwasser für die Herstellung von Waren zur Verfügung. Sie sind ebenfalls Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

 

Daher ist für diese wichtige Quelle ein solides Wassermanagement erforderlich. EMAS unterstützt teilnehmende Unternehmen und Organisationen bei dem Ziel, schonend mit dem Element Wasser umzugehen. Beispielsweise durch den Kernindikator Wasser, mit dem EMAS-Unternehmen und -Organisationen ihre Umweltleistung in diesem Bereich darstellen können. Dies bildet die Grundlage für Management-Entscheidungen, die zur Verbesserung der Wassereffizienz und Wasserqualität führen.

 

Der EMAS-Award-Zeitplan:

  • Beginn der Kriterienentwicklung (nationale Vorauswahlen): Ende März 2012
  • Erarbeitung der Auswahlkriterien durch die Europäische Kommission: Anfang Juli 2012
  • Zuständige Stellen der Mitgliedstaaten wählen einen nationalen Gewinner für jede der sechs Kategorien: Anfang September 2012 (genauer Termin wird bald bekannt)
  • Jury wählt die europäischen Gewinner: Mitte Oktober 2012 (genauer Termine wird bekannt gegeben)
  • Verleihung der europäischen EMAS-Awards 2012: 29. November 2012 in Brüssel, Belgien

Die Teilnahme an den europäischen EMAS-Awards ist offen für alle EMAS registrierte Unternehmen und Organisationen. Die Auswahl der für einen Mitgliedstaat nominierten EMAS-Teilnehmer zu dem aktuellen Award-Thema trifft die nationale Jury entweder in einem Wettbewerb oder durch eine von der zuständigen Stelle erfolgte Bewertung. EMAS-Awards Gewinner werden in einem dreistufigen Ansatz, einschließlich Auswertungen von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt.

 

Für Fragen zu den EMAS-Awards wenden Sie sich bitte an die Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailEuropäische Kommission und/oder an das Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailEMAS Helpdesk.

 

 

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