EMAS-Award 2011

EMAS-Award 2011

Zwei deutsche Organisationen mit dem EMAS-Award 2011 der EU Kommission ausgezeichnet

EMAS-Award Gewinner 2011

Am 17. November 2011 erhielten in der historischen Salzmine Wieliczka bei Krakau (Polen) die Kneissler Brüniertechnik GmbH und die Fritz Erler Schule Pforzheim jeweils den begehrten EMAS-Award 2011. Der von einer deutschen Künstlerin entworfene Preis wurde von Jeremy Wates, Generalsekretär des European Environmental Bureau (EEB), überreicht. Vier weitere Unternehmen und öffentliche Verwaltungen aus Belgien, Österreich, Griechenland und Italien wurden ebenfalls für ihre innovativen EMAS-Leistungen mit Preisen der europäischen Kommission geehrt.

Die EMAS-Awards sind die prestigeträchtigsten Preise der Europäischen Kommission, die seit 2005 jährlich an EMAS-Organisationen mit herausragenden Leistungen im Umweltmanagement vergeben werden. In sechs Kategorien bewerben sich europäische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen um die begehrten Preise, die jedes Jahr zu einem anderen Aspekt der Umweltmanagement-Verordnung ausgeschrieben werden.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik gratulierte den Gewinnern und allen Nominierten zu ihrem herausragenden Engagement: „Ich hoffe, dass ihre innovativen Lösungen und ihre erfolgreiche Einbindung unterschiedlicher Akteure andere dazu inspirieren wird, ihrem Beispiel zu folgen. Die ökologischen Herausforderungen, denen wir uns heute gegenüber sehen, gehen uns alle an und erfordern gemeinsames Handeln.“ Jeremy Wates (EEB), der die Jury aus acht internationalen Experten leitete, überreichte die EMAS-Awards 2011 an die Gewinner:

Mikro-Organisationen

Belvas Bio- und Fairtrade-Schokolade (Belgien)

Belvas trennt organische Abfälle, die bei der Schokoladenproduktion anfallen, und verwertet diese in einer Biomethangasanlage. Auch die Energie wird effizient eingesetzt, so schmilzt die Schokolade in einem einzigartigen Energierückgewinnungssystem. Mit Besichtigungen vor Ort und anhand von praktischen Beispielen präsentiert sich Belvas der Öffentlichkeit. Dabei fördert der Schokoladenhersteller den internen und externen Dialog durch Ideenaustausch und Diskussionen über Umweltmanagement und nachhaltige Verbrauchspraktiken.

Kleine Organisationen

KNEISSLER Brüniertechnik GmbH (Deutschland)

Der Familienbetrieb bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Umweltschutz ein und belohnt nützliche Vorschläge von ihnen. So führte der chemische Oberflächenbearbeiter eine neue Abfallbewirtschaftungsmaßnahme ein durch die im Produktionsverfahren bis zu 90 % der Kosten eingespart werden. In der Zulieferung setzt das Unternehmen auf Umweltmanagement und bezieht beispielsweise Chemikalien ausschließlich von nach EMAS oder ISO 14001 registrierten bzw. zertifizierten Zulieferern. Kneissler arbeitet außerdem mit einer Umweltschutzorganisation zusammen, um die Auswirkungen des Betriebs auf die Biodiversität und seine Abhängigkeit von Ökosystemleistungen zu beurteilen.

 

Video-Interview mit dem Geschäftsführer Adolf Stecher (MP4, 9MB)

Mittlere Organisationen

ebswien Hauptkläranlage (Österreich)

Der Wiener Kläranlage arbeitet mit Akteuren innerhalb und außerhalb des Betriebs zusammen. Mitarbeiterbotschafter informieren die Öffentlichkeit bei Besichtigungen der Anlage und an Tagen der offenen Tür. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung von Kindern über den nachhaltigen Einsatz oder die Verwendung von Wasser und Abfall. Des Weiteren wird Einfluss auf die Zulieferer genommen: Ein Zulieferer wurde gebeten, seine Lieferungen von der Straße auf die Schiene zu verlegen, so dass 135 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Große Organisationen

EUROBANK EFG (Griechenland)

Das griechische Finanzinstitut ist Mitglied im internationalen Lenkungsausschuss und sitzt der europäischen Taskforce zur Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vor. Damit trägt es zur Integration von nachhaltigen Grundsätzen in das Bankwesen bei. EMAS wird flächendeckend eingesetzt, so ist in jeder Filiale und jeder wichtigen Betriebseinheit eine Umweltbeauftragte ernannt.

Kleine Organisation aus der öffentlichen Verwaltung:

Fritz-Erler-Schule Pforzheim (Deutschland)

EMAS ist in der Schule ein Kernbestandteil des Unterrichts, aber auch im gesamten Schulbetrieb. So arbeiten die Lehrer- und Schülerschaft, Zulieferer, die Schulbäckerei sowie die Gebäudeverwaltung zusammen, um die Umweltleistung der Schule zu verbessern. Durch diese Zusammenarbeit konnten zwischen 1998 und 2009 die CO2-Emissionen der Schule um 35% verringert werden. Alle Aktivitäten der Bildungseinrichtung rund um das Umweltmanagement sind über eine eigene Homepage www.fesaufumweltkurs.de für Interessierte und Mitwirkende öffentlich zugänglich; integriert ist auch ein Forum für den Ideenaustausch.

 

Video-Interview mit Studienrat Jochen Lutz (MP4, 8MB)

Große Organisation aus der öffentlichen Verwaltung:

Stadtverwaltung von Ravenna (Italien)

Die Gemeinde Ravenna hat partizipative Strukturen eingerichtet, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie externe Akteure einzubeziehen. 100 EMAS-Repräsentanten in den Gebäuden der Gemeinde Ravenna tauschen in Echtzeit Informationen aus, um die Umweltbilanz zu verbessern. Ein „grünes“ Beschaffungswesen ist entscheidend. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Kauf von Recyclingpapier, Schulmöbeln und anderen Gegenständen aus zertifiziertem Material. Der tägliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch wurde zwischen 2008 und 2010 durch starkes Engagement der Bevölkerung in einem Gemeindeteil um 6% verringert. Die Gemeinde hat außerdem Abfallsammlungsprojekte unter Beteiligung von 13.000 Studierenden und Familien durchgeführt und damit die vorhergehenden Teilnahmezahlen verdoppelt.

Die europäischen Nominierten für die EMAS-Awards 2011

EMAS Award 2011


Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission hat auf der europäischen EMAS-Award-Internetseite alle Nominierten aus den Mitgliedsstaaten veröffentlicht. Für die EMAS-Awards 2011 zu dem Thema „Einbindung interessierter Kreise, die zu einer kontinuierlichen Verbesserung beiträgt“ haben sich insgesamt 36 Organisationen aus 15 Mitgliedsstaaten beworben.

 

Mikro-Organisationen:

 

Kleine Organisationen:

 

Mittlere Organisationen:

 

Große Organisationen:

 

Kleine Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung:

 

Große Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung:

Die nationalen Nominierten für den EMAS-Award 2011

Für die diesjährigen europäischen EMAS-Awards 2011 zum Thema „Einbindung interessierter Kreise“ stehen für Deutschland die Nominierten fest. Die nationale Jury aus Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter und Umweltgutachterausschuss hat aus den eingegangenen Bewerbungen für jede Preiskategorie eine EMAS-Organisation ausgewählt. Die Entscheidungen waren angesichts der vielen hochkarätigen Bewerbungen nicht einfach und oft sehr knapp. Die Nominierungen sind bereits an die Europäische Kommission, den Veranstalter der europäischen Preise, gemeldet. Eine von der Kommission beauftragte Jury entscheidet nun über die Europasieger. Die Preise werden am 17. November in einem festlichen Rahmen in dem historischen Salzbergwerk Wieliczka in der Nähe von Krakau bekannt gegeben.

Die Nominierten für den Europäischen EMAS-Award 2011 sind:

Belegschaft der WestfalenWind GmbH mit Auditor: Daniel Herbst, Dr. Stefan Müssig (Auditor), Michael Obst, Catharina Hoff, Friedbert Agethen

Das nordrhein-westfälische Unternehmen besteht aus vier regionalen Teilorganisationen, die zusammen eine Planungs- und Betreibergesellschaften bilden, zum Aufbau und Betrieb von mehreren Windparks auf der Paderborner Hochfläche. Das gegründete Bürger-Wind-Konzept setzt auf eine breite Beteiligung der Menschen vor Ort durch öffentliche Bürgerversammlungen, Energiegenossenschaften und Bürgerstiftungen. So können sich z. B. Bürgerinnen und Bürger durch den Kauf von Genossenschaftsanteilen oder als Kommanditist an den Unternehmen und den Projekten beteiligen. Ein öffentliches Forum auf der Homepage ermöglicht es, allen Interessierten öffentlich ihre Meinungen über die Projekte zu sagen oder Fragen zu stellen. Bei der Implementierung des Umweltmanagementsystems, das mit Hilfe der EMASeasy-Methodik erfolgte, waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark involviert und formen dieses auch nach der Einführung weiter mit. Geplant ist u.a. eine Lieferantenbefragung bei der das Verhältnis zum Umweltschutz bei den externen Dienstleistern abgefragt wird. Zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region finanziert WestfalenWind ein Populationsgutachten für den Rotmilan durch die Biologische Station Paderborn-Senne. Die seit August 2011 im EMAS-Register eingetragene WestfalenWind GmbH ist die jüngste EMAS-Organisation unter den Nominierten für den EMAS-Award.

 

KNEISSLER Brüniertechnik GmbH

Seit 1997 ist der Anbieter chemischer Oberflächenbehandlungsverfahren aus Baden-Württemberg im EMAS-Register eingetragen. Die 12 Beschäftigten sind bei Unternehmensentscheidungen auf vielfältige Weise beteiligt. So z. B. bei der Entwicklung einer nachhaltigen „Agenda 2020“ für die Unternehmens-Zukunft, oder über regelmäßig statt findende Gesprächsrunden sog. „Aktuellen Stunden“ bei denen alle Beschäftigten über die Optimierung der Arbeitsabläufe diskutieren und ihre Ideen und Vorschläge mit einbringen. Durch die umgesetzten Vorschläge spart die KNEISSLER Brüniertechnik GmbH jährlich u. a. mehrere MWh und erhöht seine Materialeffizienz in manchen Bereichen bis zu 100%. In der Lieferkette finden nicht nur Audits statt, sondern ein Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ISO 14001 ist für die Auftragsentscheidung relevant. Das EMAS-Unternehmen setzt auf einen offenen Dialog mit Geschäftspartnern, Behörden und der Öffentlichkeit und veröffentlicht z. B. Informationen über seine Umweltperformance auf der eigenen Webseite, in der örtlichen Presse oder setzt auf den direkten Kontakt. Dabei wird die Umwelterklärung als ein Kommunikationsmittel genutzt. Das Umwelt-Engagement wird über Projekte in regionale Sport- und Musikvereine sowie Schulklassen getragen.

 

Sternquell Brauerei

Die beiden sächsischen Standorte der Sternquell Brauerei GmbH in Plauen sind ebenfalls bereits seit 14 Jahren im EMAS-Register eingetragen. Die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind u.a. über das betriebliche Ideenmanagement in das Umweltmanagement eingebunden und aktiv an der Umsetzung ihrer Ideen in der gesamten Unternehmensgruppe beteiligt. Um Lieferwege und Verpackungen zu reduzieren, kommen die Roh- und Hilfsstoffe in Mehrweggebinden überwiegend von regionalen Lieferanten, dabei legt die Brauerei auch eigene Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel, Pestizide, Schwermetalle und andere produktrelevante Parameter fest. Kunden, Nachbarn und Behörden informiert das Unternehmen über ihr Umweltengagement im Rahmen von Brauereifesten, Betriebsbesichtigungen und mit der Umwelterklärung und es sucht den direkten Kontakt mit allen interessierten Kreisen. Die Brauerei engagiert sich für die Umweltbildung des Plauener Nachwuchses z.B. durch Anpflanzung und Pflege eines Lehrpfades „Bäume des Jahres“, und unterstützte auch die örtliche Montessori und Karl-Marx Grundschule fachlich und finanziell bei der Einführung von EMAS. Als Gründungsmitglied der Umweltallianz Sachsen fördert das Unternehmen EMAS im eigenen Bundesland und sensibilisiert auch weitere Betriebe aus anderen Branchen für das Umweltmanagement.

 

Evers-Druck GmbH

Das Nordlicht unter den EMAS-Organisationen aus Schleswig-Holstein nimmt mit seinen 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 1998 an EMAS teil. Eine intensive Beteiligung der Beschäftigten erfolgt u.a. über das Intranet, so sind dort alle aktuellen Daten zum Ressourcenverbrauch verfügbar. Das Kerngeschäft der Druckerei ist die Produktion von Katalogen, Zeitschriften und Zeitungsbeilagen. Innerhalb der Produktberatung werden die Kunden für den Umweltschutz sensibilisiert, dies führte im Zeitraum 2008-2010 zu einer Steigerung der Recyclingpapiere von 15,5% auf 19,5%. Da CO2-Emissionen nicht immer vermieden werden können und Bäume die besten „CO2-Schlucker“ sind, initiiert Evers Druck GmbH ein ReForest-Projekt für einen Laubmischwald in einem FFH-Gebiet in Dithmarschen (Schleswig-Holstein) für die CO2-Kompensation von Druckaufträgen und fördert damit die Biodiversität und den Lebensraum von Pflanzen und Tieren in der Region. Daneben bietet Evers Druck GmbH den Kunden die Klimaneutralisierung des Drucks ihrer Printprodukte über überregionale Projekte an. Die aktive Einbindung der Lieferanten erfolgt z.B. bei den Themen REACH und vorhandener Managementsysteme. In der Kommunikation mit Behörden, Lieferanten und Kunden wird über das Thema Umweltschutz mit der Umwelterklärung offen und transparent informiert.

 

Fritz-Erler-Schule Pforzheim

Die Fritz-Erler-Schule aus Baden-Württemberg mit verschiedenen Ausbildungsbereichen als Wirtschaftsgymnasium und berufliche Schule, blickt in diesem Jahr auf ihr elfjähriges EMAS-Bestehen zurück. Die langjährigen Erfahrungen mit dem Umweltmanagement spiegeln sich auch in der Beteiligung der interessierten Kreise wieder. So ist die Basis der Umweltarbeit das bereits seit 1996 bestehende Umwelt-Team, das die Leitlinien der Umweltarbeit erarbeitet und für alle am Schulleben Beteiligte offen ist. Für die praktische Umsetzung der Umweltarbeit arbeiten Lehrer/innen und Schüler/innen intensiv zusammen. Die Umweltaktivitäten beziehen den Schulbäcker und die Reinigungsfirma ein und unterstützen diese bei der Verwendung von umweltfreundlichen Produkten. Auf besonders umweltfreundliches Material achtet auch die Stadt Pforzheim bei der Materialbeschaffung für die Schule. Externe Firmen werden ebenfalls in Umwelt-Projekte mit einbezogen, so wurde z. B. für das Energieeffizienz-Projekt der Schule „Kampf den Energiefressern“ ein IT-gestütztes Monitoring entwickelt und eingesetzt. Um eine gute Nachbarschaft bemüht, werden Anwohner regelmäßig über ihre Zufriedenheit mit der Schule befragt und die Ergebnisse evaluiert. Alle Aktivitäten der Bildungseinrichtung rund um das Umweltmanagement sind über eine eigene Homepage www.fesaufumweltkurs.de für Interessierte und Mitwirkende öffentlich zugänglich.

 

Stadtwerke Karlsruhe GmbH

Das kommunale Dienstleitungsunternehmen, das bereits seit 1996 im EMAS-Register steht, ist die älteste EMAS-Organisation unter den Nominierten. Für die Umweltinformation der über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzt der Energieversorger vielfältige Wege, so z. B. Aushänge, das Intranet, interne Informationsmaterialien und EMAS-Informationstage. Dementsprechende viele Möglichkeiten gibt es auch für die Beteiligung. Einen besonderen Anreiz bietet dabei der Ideenwettbewerb. Das Unternehmen und die Umwelt profitieren von dem Engagement der Beschäftigten und diese haben Vorteile durch z. B. Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, Dienstfahrrädern oder vergünstigte Jahrestickets. In der Kundenberatung der Stadtwerke Karlsruhe können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über den effizienten Umgang mit Energie und Trinkwasser, über den Einsatz erneuerbarer Energien sowie über umweltschonendes Bauen informieren. Eine besondere Form der Informationsveranstaltung stellen die „R-Touren“ dar, bei denen die Teilnehmenden mit dem Rad die regenerativen Energieerzeugungsanlagen und den Energieberg besuchen. Kinder werden z.B. durch den „Club der Energie-Detektive“ spielerisch an das Thema Energie heran geführt. Der Energieanbieter stärkt die Region im Umweltschutzbereich durch kommunale Projekte. Viele Informationsmaterialien sind auf der Homepage der Stadtwerke veröffentlicht.

 

Weitere Informationen auf der europäischen EMAS-Award-Homepage

Die Bewerbungen für die europäischen EMAS-Awards 2011

Am 31. August 2011 endete die Bewerbungsfrist für die europäischen EMAS-Preise 2011, die in diesem Jahr unter dem Motto „Einbindung interessierter Kreise, die zu einer kontinuierlichen Verbesserung beiträgt“ stehen. Beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sind insgesamt 25 Bewerbungen für alle sechs Kategorien und damit ein Bewerber mehr als im letzten eingegangen.
 
Bis zur Preisvergabe am 17. November 2011 in Krakau wird zunächst eine nationale Jury die Nominierten für Deutschland bestimmen. Jeder Mitgliedsstaat kann nur eine Organisation für jede Kategorie an die europäische Jury melden. In der Jury für Deutschland sitzen Expertinnen und Experten aus dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU), dem DIHK und dem Umweltgutachterausschuss. Alle Mitgliedsstaaten schicken ihre Nominierungen bis zum 14. September 2011 an die Europäische Kommission. Eine europäische Jury wird dann die Gesamtsieger küren, die in besonders vorbildlicher Weise die interessierten Kreise in ihr Umweltmanagementsystem eingebunden haben.

Der Umweltgutachterausschuss wünscht allen Kandidaten viel Erfolg!

Thema beim EMAS-Award 2011: "Interessierte Kreise"

 

Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission prämiert dieses Jahr EMAS-Organisationen, die besonders erfolgreich Interessengruppen in ihre Verbesserung der Umweltleistung einbinden mit den "EMAS-Awards 2011". Die Verleihung der Preise wird am 17. November 2011 in Krakau stattfinden.

Die EMAS-Awards sind die prestigeträchtigsten Preise für ein Umweltmanagement. Jedes Jahr kürt die Europäische Kommission EMAS-Organisationen, die ihre Umweltperformance in besonderer Weise ausführen. Seit 2005 wird die beste EMAS-Umweltleistung in einem anderen Bereich prämiert, so dass der Fokus des europäischen Umweltpreises jedes Jahr auf einem anderen spezifischen EMAS-Umweltthema liegt.

Für das Jahr 2011 stehen die EMAS-Preise unter dem Motto: Einbindung interessierter Kreise, die zu einer kontinuierlichen Verbesserung beiträgt.

Dabei kann es sich beispielsweise um den gelungenen Einsatz von "Green Procurement"-Kriterien für Lieferanten handeln, oder auch um die aktive Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Umweltmanagement-System.

Die EMAS-Preise werden in sechs Kategorien vergeben:

Mikro-Organisationen:

weniger als 10 Beschäftigte und ein Jahresumsatz und / oder eine jährliche Bilanzsumme von nicht mehr als 2 Mio. Euro

Kleine Organisationen:

10 bis 50 Beschäftigte und ein Jahresumsatz und / oder eine jährliche Bilanzsumme von nicht mehr als 10 Mio. Euro

Kleine und mittlere Organisationen:

50 bis 250 Beschäftigten und ein Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro und / oder eine jährlichen Bilanzsumme von nicht mehr als 43 Mio. Euro

Große Organisationen:

mehr als 250 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro.

Kleine Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung:

weniger als 10.000 Einwohner im Verwaltungsgebiet und / oder weniger als 250 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von bis zu 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von bis zu 43 Mio. Euro

Große Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung:

10.000 Einwohner oder mehr im Verwaltungsgebiet und / oder 250 oder mehr Beschäftigte und ein Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro und / oder eine jährliche Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro

Alle Organisationen aus Industrie, Dienstleistung oder dem öffentlichen Sektor mit einer gültigen EMAS-Registrierung können sich bei dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bewerben.

Die nationale Auswahl der Kandidaten für die Preise obliegt dem DIHK als gemeinsamer Stelle der deutschen EMAS-Registrierungsstellen. Er folgt dem Vorschlag einer Jury, der Experten aus dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU), dem Umweltgutachterausschuss und dem DIHK angehören.

Die Bewerbungen müssen bis zum 31. August 2011 beim DIHK eingehen. Die nationalen Gewinner werden Mitte September an die EU-Kommission gemeldet.

Die Ausschreibung mit allen Details und einen Bewerbungsbogen finden Sie hier:

Für weitere Informationen stehen die IHKn und der DIHK zur Verfügung.

 

Für telefonische Auskünfte/Informationen können Sie sich auch an Herrn Flechtner - DIHK wenden.

 

 

 

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