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EMAS Info herausgegeben von der UGA-Geschäftsstelle
 

80 Prozent Energie- und Wassereinsparung bei der Flaschenreinigung

17.04.2018 

© www.umweltinnovationsprogramm.de

Die EMAS-registrierte Privatbrauerei Aying Franz Inselkammer KG in Bayern nimmt am Umweltinnovationsprogramm (UIP) des Bundesumweltministeriums teil und wird mit einer modernen Flaschenreinigungsanlage künftig 162 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das UIP fördert die erstmalige, großtechnische Anwendung innovativer Technologien.



Das Bundesumweltministerium fördert ein Pilotprojekt zur ressourceneffizienten Reinigung von Flaschen. Bei der Privatbrauerei Aying Franz Inselkammer KG in Aying (Bayern) soll künftig eine moderne Flaschenreinigungsanlage in Verbindung mit einer Hochtemperaturwärmepumpe arbeiten. Dadurch können sowohl der Frischwassereinsatz als auch der Primärenergiebedarf gegenüber der alten Anlage jeweils um über 80 Prozent gesenkt werden. Bei 16 Millionen Flaschen wären dies 11 Millionen Liter Frischwasser und mehr als 675.000 Kilowattsunden Energie. Die Brauerei kann damit zusätzlich CO2-Emissionen in Höhe von 162 Tonnen pro Jahr einsparen. Für die Umsetzung des innovativen Vorhabens erhält die EMAS-registrierte Brauerei rund 250.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Das Umweltinnovationsprogramm (UIP)


Um zielgerichtet neue Impulse für die Weiterentwicklung der Umwelttechnik in Deutschland zu setzen, fördert das UIP die erstmalige, großtechnische Anwendung innovativer Technologien. Antragstellende Projekte müssen über den Stand der Technik hinausgehen und sollten Demonstrationscharakter haben. Als Spitzenförderprogramm zielt das UIP auf herausragende Projekte, die den Stand der Technik in einer Branche weiterentwickeln und anderen Unternehmen der gleichen Branche oder branchenübergreifend aufzeigen, wie innovative Technik zu einer Umweltentlastung führen kann.

 

Gefördert werden Projekte in den Bereichen

 

  1. Ressourceneffizienz/Materialeinsparung
  2. Klimaschutz: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien
  3. Abwasserreinigung/Wasserbau
  4. Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung sowie Sanierung von Altablagerungen
  5. Luftreinhaltung (einschließlich Maßnahmen zur Reduzierung von Gerüchen)
  6. Bodenschutz
  7. Minderung von Lärm und Erschütterungen


Art und Höhe der Förderung


Zwei Arten der Förderung sind möglich:

 

  1. Mit einem Investitionszuschuss erhalten Unternehmen bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben
  2. Mit einem zinsverbilligten Kredit in Höhe von maximal 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben


Antragstellung


Das Antragsverfahren erfolgt zweistufig. Im ersten Schritt reichen Antragstellende ein ausgefülltes Formular mit einer Projektskizze bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein. Nach einem positiven Kurzvotum durch die KfW und das Umwelbundesamt (UBA) werden im zweiten Schritt die Antragsteller zur Einreichung eines formalen Projektantrages aufgefordert.

Weitere Informationen:
www.bmu.de/pressemitteilung/brauerei-spart-wasser-aber-nicht-beim-bier/
www.umweltinnovationsprogramm.de


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