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EMAS-Registrierungen setzen Wachstum der Vorjahre fort

13.03.2018 

Im Jahr 2017 arbeiteten bundesweit fast 1 Mio. Menschen in einer EMAS-Organisation. Auf die Beschäftigtenzahl bezogen ist das der höchste Stand seit über 15 Jahren für das Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme). Die positive Entwicklung zeigt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem kürzlich veröffentlichten EMAS-Jahresbericht 2017 auf.


Der Zuwachs an Beschäftigten geht einher mit einem deutlichen Anstieg der Registrierungen von Ende 2016 zu Ende 2017: Rund 90 Organisations-Neueintragungen mit zusammen ca. 180 Standorten sowie neue Standorte bei bereits bestehenden Registrierungen verzeichnete das EMAS-Register des DIHK. Entsprechend der Entwicklungen der Registrierungen stieg die Zahl der Beschäftigten in EMAS-Organisationen auf 983.064 Beschäftigte (Vergleich 2016: 842.301). Hinzugekommen sind vor allem Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe. Hier macht sich die Anerkennung von EMAS für die Beantragung des Spitzenausgleichs bei der Strom- und Energiesteuer und bei der Verpflichtung von Nicht-KMU zur Durchführung eines Energie-Audits bemerkbar. Ende 2017 beteiligten sich 1.244 Organisationen mit 2.227 Standorten an EMAS.

 

 

Entwicklung der EMAS-Registrierungen. Quelle: DIHK

Entwicklung der EMAS-Registrierungen von 2005 bis 2017. Quelle: DIHK


Positiv ausgewirkt hat sich auch die steigende Relevanz der Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Für beides bietet EMAS einen strukturierten Ansatz, um für die eigene Organisation relevante Verbesserungsmöglichkeiten zu bestimmen, umzusetzen und zu dokumentieren. Immer mehr Organisationen nutzen die EMAS-Umwelterklärung als zentralen Baustein zur Erstellung eines Nachhaltigkeits- bzw. CSR-Berichtes, der nach der Richtlinie 2014/95/EU für große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als eine Erklärung über nicht-finanzielle Informationen verpflichtend ist.


Deutschland an der Spitze im europäischen Vergleich
Was die Zahl der Registrierungen betrifft, ist Deutschland im EU-Ländervergleich weiterhin Spitzenreiter, gefolgt von Italien (983 Organisationen, 1.694 Standorte), Spanien (821 Organisationen, 1.042 Standorte) und Österreich (293 Organisationen, 1.075 Standorte). Neu ist, dass in 2017 erstmals vier außereuropäische Organisationen aus Südkorea und Belarus von deutschen Umweltgutachtern geprüft, und damit im deutschen EMAS-Register eingetragen wurden.


Eine Vielzahl der EMAS-Anwenderinnen und Anwender nutzt den Mehrwert des europäischen Umweltmanagementsystems auch über einen längeren Zeitraum. Unter den Organisationen mit einer aktiven Registrierung finden sich 301 (24 %), die EMAS bereits unter der ersten EMAS-Verordnung und damit vor April 2001 eingeführt haben. 571 Organisationen sind seit mehr als 10 Jahren EMAS-registriert.

Der wachsende Trend könnte sich auch in Zukunft fortsetzen, denn das Jahr 2017 war geprägt von einigen Neuerungen im EMAS-System. Das vereinfachte Begutachtungsverfahren (Stichprobenverfahren bei Multisite-Organisationen), das die Europäische Kommission Ende 2017 für einzelne Branchen einführte, schafft zusätzliche Erleichterungen für Organisationen mit vielen gleichartigen Standorten.


Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlicht als gemeinsame Stelle der EMAS-Registrierungsstellen jährlich einen Bericht zur Entwicklung von EMAS in Deutschland. Der aktuelle Bericht für das Jahr 2017 ist unter www.emas.de/ueber-emas/emas-in-zahlen/ und www.dihk.de/emas zu finden.

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