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Erfahrungsaustausch: Wie kann die Wirtschaft ihren Beitrag zu SDGs leisten?

08.03.2018 

Quelle: globalgoals.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Was sind die Erwartungen von Politik und Unternehmen an ein glaubwürdiges nachhaltiges Wirtschaften? Wie können etablierte Instrumente und Standards im Bereich Umweltmanagement, Nachhaltigkeit und Berichterstattung eine stärkere Marktdurchdringung erreichen? Und welcher politischen Rahmenbedingungen bedarf es dabei? Der Umweltgutachterausschuss (UGA) lädt zu einem Erfahrungsaustausch mit Expertinnen und Experten der nachhaltigen Unternehmensführung am 18. April 2018 in Berlin.


Die 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG) der Vereinten Nationen geben Staaten, Gesellschaften und Unternehmen einen Rahmen für verantwortungsvolles Handeln. Bei der Umsetzung der Ziele kommt Unternehmen eine Schlüsselfunktion zu, sie tragen mit ihrem Handeln Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.


Eine Vielzahl von Instrumenten auf freiwilliger Basis unterstützt eine nachhaltige Unternehmensführung. Hierzu zählen beispielsweise die Leitprinzipien der OECD für Multinationale Unternehmen, der UN Global Compact, die ISO 26000, Umweltmanagementsysteme wie Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) oder auch Berichterstattungsstandards wie die Global Reporting Initiative (GRI), CDP oder der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK). Zunehmend unterliegt die nachhaltige Unternehmensführung auch staatlicher Regulierung. Das seit März 2017 geltende Umsetzungsgesetz der europäischen CSR-Richtlinie verpflichtet große Unternehmen zur Berichterstattung über ihre Sozial- und Umweltbelange.


Vor diesem Hintergrund werden zu Beginn der Veranstaltung Ergebnisse einer Studie über gemeinsame Schnittstellen zwischen EMAS und dem DNK präsentiert. In der anschließenden Diskussionsrunde erörtern Expertinnen und Experten aus der Politik, von Initiativen, von den Gewerkschaften und aus der Wirtschaft, inwieweit es gemeinsame Wege gibt, um nachhaltiges Wirtschaften im Rahmen der SDGs zu stärken, und welche Rolle dabei die Politik, Unternehmen und vorhandene Standards, Instrumente sowie Systeme spielen.


Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, sowie Akteurinnen und Akteure der Politik und Wissenschaft aus dem Bereich nachhaltiger Unternehmensführung.

 

Agenda

 

„Wie kann die Wirtschaft ihren Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) leisten?“
18.04.2018, 13:30 bis ca. 17:00 Uhr,
DGB Bundesvorstand, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin

13:30 Uhr   

Begrüßung
Frederik Moch, Leiter der Abteilung Struktur-, Industrie-, Dienstleistungspolitik beim DGB

 

Einführung in das Thema und Moderation
Theresa Steyrer, Arqum GmbH

 

13:40 Uhr   

Die unternehmerische Sicht auf eine nachhaltige Unternehmensführung im Rahmen der SDGs
Dr. Patrick Neumann-Opitz, Bereich Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Umweltmanagement der Fraport AG

 

14:10 Uhr

Die Schnittstellen zwischen EMAS und DNK
Bettina Heimer, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VNU – Verbands für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement, berichtet über Ergebnisse aus der UGA-Studie zum inhaltlichen und methodischen Vergleich

 

14:40 Uhr    

Diskussion über einen gemeinsamen Weg bestehender Standards, Instrumente und Systeme, um die Umsetzung der SDGs auf Unternehmensebene zu fördern

 

  • Annette Schmidt-Räntsch, Referat G I 5 (Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung; nachhaltige Unternehmensführung) im BMUB
  • Yvonne Zwick, Leiterin Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex (RNE)
  • Walter Vogt, Ressort Betriebsverfassung/Mitbestimmungspolitik IG Metall Vorstand
  • Dr. Patrick Neumann-Opitz, Bereich Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Umweltmanagement der Fraport AG
  • Michael Kaminski-Nissen, Gesamtvorstand des B.A.U.M. e.V.

Moderation: Theresa Steyrer


16:40 Uhr    
Schlusswort


17:00 Uhr   
Ende der Veranstaltung

 

Ausführliche Beschreibung und Programm zum Download

Kurzportraits der Referentinnen und Referenten zum Download

 

Anmeldung
Bei Interesse schicken Sie bitte Ihre verbindliche Anmeldung per E-Mail an info[at]uga.de. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldefrist endet am 02.04.2018.

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