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DIHK-Webinar zu Aufwand und Nutzen der EMAS-Novelle

28.11.2017 

© GS UGA - Frank Kermann

Auf welche neuen Anforderungen müssen sich EMAS-registrierte Organisationen einstellen? Wie gelingt die praktische Umsetzung? Worauf werden die Umweltgutachter*innen achten? Wie sind die Übergangsregelungen zu verstehen? Diese und weitere Fragen beantwortete ein Expertenteam am 23.11. im Live-Webinar des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), das nun im  Internet verfügbar ist.


Moderiert durch Jakob Flechtner (DIHK) erläuterten Prof. Dr. Jan Uwe Lieback (GUTcert GmbH) und Theresa Steyrer (Arqum GmbH), welchen Aufwand EMAS-Organisationen bei der Integration der neuen Anforderungen zu erwarten haben. Dabei orientierten sie sich in der eineinhalbstündigen Gesprächsrunde an der Broschüre EMAS Novelle 2017 (emas.de), die der Umweltgutachterausschuss in Kooperation mit dem Umweltbundesamt im Oktober 2017 herausgegeben hat. Die Broschüre stellt die fünf wesentlichen Neuerungen der Anhänge I bis III der Änderungs-Verordnung (EU) 2017/1505 vor, die am 18. September 2017 in Kraft getreten ist.


Einstimmig betonten die Diskussionsteilnehmenden, dass die Neuerungen Chancen bieten. Theresa Steyrer: „Es gibt aus den neuen Themen, die durch die Novelle aufschlagen, viele Impulse für die Weiterentwicklung des Umweltprogramms und daraus lassen sich neue Maßnahmen generieren, die das Umweltmanagementsystem gut vorantreiben können.“


Professor Jan Uwe Lieback: Sie haben eine sehr gute Anleitung und ein sehr schönes Werkzeug, um auf das zu kommen, um das es wirklich geht. Und wenn Sie viele Leute in der Firma einbeziehen, das haben wir schon an ersten Beispielen miterlebt, überrascht es vielleicht, was da manchmal herauskommt.“


Ob bei der Validierung der aktualisierten Umwelterklärung oder bei der Überprüfung des gesamten Umweltmanagementsystems: die neuen Anforderungen werden unabhängig davon abgeprüft, welcher Teil des Begutachtungszyklus bei der jeweiligen Organisation bevorsteht. Steht eine Aktualisierung der Umwelterklärung an und sind in diesem Rahmen, die Umsetzung der neuen Anforderungen abzuprüfen, muss nicht unbedingt eine komplette Prüfung des Umweltmanagementsystems erfolgen. Dies sollte im Vorhinein mit der/dem Umweltgutachter/in besprochen werden.


Herr Flechtner erläuterte die Regelung zu den Übergangsfristen. Diese ermöglicht es EMAS-Organisationen, einmalig den Begutachtungstermin in Abstimmung mit der/dem Umweltgutachter*in um bis zu 6 Monate zu verschieben. Das neue Begutachtungsdatum könne man auf Wunsch auch in den Folgejahren nutzen, d.h. es gebe auch bei der Registrierung eine echte Verlängerung um bis zu 6 Monate.


Eine Filmaufzeichnung des Webinars stellt der DIHK auf seiner Internetseite unter folgendem Link zur Verfügung:

 

vimeo.com/

 

Weitere Informationen

20.10.2017

Neu: Arbeitshilfe zur Umsetzung der EMAS Novelle 2017

Am 18. September 2017 trat die Änderungsverordnung (EU) 2017/1505 in Kraft. Es wurden die Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung (EG) 1221/2009 angepasst, um die Kompatibilität von EMAS zur Umweltmanage-mentsystemnorm ISO 14001:2015 beizubehalten und die Anwenderfreundlichkeit von EMAS zu verbessern. Eine Broschüre, die in Kooperation zwischen dem Umweltgutachterausschuss und dem Umweltbundesamt erstellt wurde, veranschaulicht die wesentlichen Änderungen und bietet Hilfestellungen für EMAS-Organisationen. weiter»

29.09.2017

Geänderte Anhänge der EMAS-Verordnung im Überblick

In Abstimmung mit den europäischen Mitgliedstaaten hat die EU-Kommission die EMAS-Verordnung überarbeitet. Es wurden die Anhänge I bis III der Verordnung geändert, um die Kompatibilität von EMAS zu dem Umweltmanagementsystem nach der neuen ISO 14001:2015 weiterhin zu wahren und die Anwenderfreundlichkeit von EMAS zu verbessern. Die Verordnung (EU) 2017/1505 zu den Änderungen von EMAS trat am 18.09.2017 in Kraft. weiter»