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Lieferkettenmanagement - Broschüren erschienen

26.06.2017 

© BMUB/UBA 2017
© adelphi/systain 2017

Zwei neue Publikationen unterstützen Unternehmen dabei, die wesentlichen Umweltauswirkungen entlang ihrer Lieferkette zu identifizieren und zu verringern. Der Leitfaden „Schritt für Schritt zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Umweltbundesamtes (UBA), bietet vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen zahlreiche Anregungen, ihre indirekten Umweltaspekte und die Betrachtung des Lebensweges zu managen.

 

Der „Umweltatlas Lieferketten“ von Adelphi Consult GmbH und Systain Consulting GmbH zeigt für ausgewählte Branchen mit hohen Umweltwirkungen auf, an welchen Stellen und in welcher Weltregion der Lieferketten negative Auswirkungen auftreten können.


Ein Großteil der Umweltbelastungen von Unternehmen entsteht in deren Lieferkette. Richtig gemanagt, ergeben sich große Ressourceneinsparungen und Chancen, Risiken für Umwelt, Betroffene und das Unternehmen zu minimieren. Der Praxisleitfaden „Schritt für Schritt zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement“ behandelt alle wesentlichen Themen, um systematisch die vorgelagerten Wertschöpfungsstufen – also sämtliche Direkt- und Sublieferanten eines Unternehmens – zu erfassen. Neben den Vorteilen nachhaltiger Wertschöpfungsketten legt er dar, wie den auftretenden Herausforderungen begegnet werden kann. Es werden Fragen zu Umwelt, Menschenrechte oder Arbeitsbedingungen beleuchtet, mit denen sich Unternehmen auseinandersetzen müssen, wenn sie ihre Lieferkette managen wollen. Je nach Branche geht es darum, die relevanten Hotspots dabei zu identifizieren. In sieben Schritten wird prozessorientiert das Vorgehen beschrieben, die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. Auf Anknüpfungspunkte zu EMAS oder anderen Umweltmanagementsystemen – z. B. bei der Erfassung der Nachhaltigkeitsauswirkungen, Bewertung von Risiken, Überprüfung der Lieferanten oder der Berichterstattung - wird explizit hingewiesen.


Eine Verringerung von Umweltauswirkungen in der Lieferkette setzt zuverlässige Kenntnisse entsprechender Hot-Spots voraus. Der „Umweltatlas Lieferketten“ hat diese jetzt für die Branchen Bekleidungseinzelhandel, Chemie, Elektronik, Fahrzeugbau, Lebensmitteleinzelhandel, Maschinenbau, Metallerzeugung und Papierherstellung sichtbar gemacht. Ihre Umweltwirkungen werden anhand der vier Schlüsselthemen Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung, Wasserverbrauch und Landnutzung dargestellt. Die Ergebnisse zeigen die Umweltwirkung der jeweiligen Branche in Deutschland mit der zugehörigen Lieferkette, d. h. von der Gewinnung benötigter Rohstoffe über die Verarbeitung auf vorgelagerten Stufen bis zu den direkten Lieferanten. Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Gestaltung und Optimierung einer nachhaltigen Lieferkette vorgestellt. Der Umweltatlas wurde im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.


Beide Publikationen können hier kostenlos runtergeladen werden:


Schritt für Schritt zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement

Umweltatlas Lieferketten

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Umweltbundesamtes