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EMAS-Standorte als Indikator für Umwelt-, Ressourcen-, und Klimaschutz

07.08.2017 

© GS UGA - Frank Kermann
© GS UGA - Frank Kermann

Der neu erschienene Indikatorenbericht des Umweltbundesamtes „Daten zur Umwelt 2017“ gibt einen Überblick über Deutschlands Umweltzustand, über die Verursacher der Umweltbelastungen und Ansatzpunkte für verbessernde Maßnahmen. Der Bericht definiert EMAS als anspruchsvollstes Umweltmanagementsystem, das als Indikator für eine ressourcen-, umwelt- und klimaschonendere Wirtschaftsweise zu sehen ist.


Insgesamt 50 Umweltindikatoren wurden ausgewählt und soweit vorhanden mit vorliegenden politischen Zielen – beispielsweise aus der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie oder auch aus EU-Richtlinien – unterlegt. Dadurch lässt sich eine Bilanz der Umweltpolitik ablesen, die zeigt, in welchen Bereichen positive Entwicklungen erreicht wurden und wo weiterhin großer Handlungsbedarf besteht.


Der Indikator „Umweltmanagement“ in dem Bericht „Daten zur Umwelt 2017“ ist definiert mit der Anzahl der EMAS-registrierten Organisationen, Standorte und Beschäftigten als Maß für die Verbreitung nachhaltiger Produktionsmuster in der Wirtschaft. EMAS zielt auf Unternehmen und sonstige Organisationen ab, die ihre Umweltleistung systematisch, transparent und glaubwürdig verbessern wollen. Der Bericht bestätigt, dass Umweltmanagement in Unternehmen und Organisationen einen positiven Einfluss auf Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz hat. EMAS wird dabei als anspruchsvollstes System anerkannt, das über die Anforderungen des international verbreiteten Standards ISO 14001 hinausgeht.


Als politische Wegmarke verfolgt die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung das Ziel, die Anzahl der derzeit über 2.200 an EMAS teilnehmenden Organisationsstandorte (Stand 1.8.2017, Quelle: EMAS-Register) bis 2030 auf 5.000 zu steigern. Dass dieses Ziel erreichbar ist, schätzen die Verfasser des Indikatorenberichts als realistisch ein. In Zukunft wird es durch ein angepasstes Prüfverfahren für Unternehmen bestimmter Branchen leichter, eine Vielzahl von Standorten in die EMAS-Registrierung einzuschließen. Diese sogenannte Multisite-Registrierung wird derzeit in das EMAS-Nutzerhandbuch im Rahmen der Weiterentwicklung von der EMAS-Verordnung integriert.

 

Dennoch besteht Bedarf an stärkerer Unterstützung und weitreichenderen Maßnahmen, um dieses Ziel einer Steigerung von EMAS-Standorten sicher zu erreichen. Bislang genießen Unternehmen, die nach EMAS registriert sind, beispielsweise Vorteile beim Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrecht und können verschiedene Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen.

 

Zum Bericht des Umweltbundesamtes:
Indikatorenbericht: Daten zur Umwelt 2017

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