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Bundesumweltministerin Dr. Hendricks zeichnet EMAS-Organisationen aus

06.11.2017 

© GS UGA - Frank Kermann

Zum diesjährigen 7. Fachgespräch lud das Bundesumweltministerium Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ein, die sich für die EMAS Awards 2017 beworben hatten, unter ihnen auch die zwei Gewinnerinnen Wiegel Verwaltung und Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks ehrte die Teilnehmenden für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich der Circular Economy.


In ihrer Eröffnungsrede hob Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks die Wichtigkeit des Umweltmanagementsystems EMAS für die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung hervor. Dieser Bedeutung Rechnung tragend konnte das Bundesumweltministerium erreichen, dass EMAS hierbei als Indikator für eine nachhaltige Produktion verankert wurde. Als messbares Ziel setzt sich die Bundesregierung dafür ein, bis zum Jahr 2030 die Zahl der registrierten EMAS-Standorte auf 5000 zu steigern (derzeit: 2214, Stand: 1.10.2017, Quelle: DIHK). „Unser Ziel muss sein, dass EMAS wie selbstverständlich zum guten Ton des nachhaltigen Wirtschaftens gehört und auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung genutzt wird.“, so Bundesumweltministerin Dr. Hendricks.


Zu der Veranstaltung waren Unternehmen und Einrichtungen geladen, die sich für die diesjährigen EMAS-Awards beworben hatten. Die zwei deutschen Gewinnerinnen – die Wiegel Verwaltung GmbH & Co KG (wiegel.de)  und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (hnee.de) stellten in Kurzpräsentationen ihr umfassendes Engagement für eine kreislauforientierte Wirtschaftsweise vor.


Annette Schmidt-Räntsch, Regierungsdirektorin im Referat G I 5 (Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung; nachhaltige Unternehmensführung) des BMUB, stellte die Neuerungen bei EMAS vor und berichtete über die anstehende EMAS-Registrierung der Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn. Die Umweltauswirkungen der COP 23 werden voraussichtlich hoch sein, denn bei den vom 06.11. bis 17.11.2017 zahlreich laufenden Veranstaltungen werden 25000 Besucherinnen und Besucher erwartet.


Im Fachdialog diskutierten die Teilnehmenden über ihre ersten praktischen Erfahrungen, die sich aus den aktuellen Änderungen der EMAS-Verordnung im Zuge der Anpassung an die ISO 14001:2015 ergeben. Der überwiegende Anteil der teilnehmenden EMAS-Organisationen hat bereits ohne  größeren Mehraufwand die Neuerungen umgesetzt. Eine kürzlich erschienene Arbeitshilfe unter dem Titel „EMAS Novelle 2017 (emas.de)“ des Umweltgutachterausschusses und des Umweltbundesamtes unterstützt zudem bei der Umsetzung. Weitere Neuerungen, die noch ausstehen, betreffen das Nutzerhandbuch und die Anforderungen der Berichterstattung im Rahmen von EMAS. Das Multisite-Verfahren, das im Nutzerhandbuch veröffentlicht wird, ermöglicht ein vereinfachtes Begutachtungsverfahren für Organisationen mit vielen ähnlichen Standorten in bestimmten Branchen. Christoph Töpfer, Umweltbundesamt, erklärte das Verfahren. Das Multisite-Verfahren lohne sich ab einer Anzahl von sechs gleichartigen Standorten und es verringere vor allem die Kosten und den Aufwand für die externe Begutachtungen, so Theresa Steyrer von der Arqum GmbH.


Maria Passalacqua, Leiterin des EMAS-Clubs in Katalonien, stellte erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Unternehmen und NGOs vor, die zu einer Ressourcenschonung und Abfallverringerung führten. Eine große Herausforderung stellt in Spanien die rechtliche Klassifizierung von Abfall dar, was die Projektumsetzung teilweise erschwere. Daher arbeite der EMAS-Club an Projekten, um eine rechtliche Verbesserung für die Nutzung von Ressourcen im Kreislauf zu erwirken, so Passalacqua.


In einer abschließenden Kurzpräsentation gaben Prof. Dr. Tobias Popovic und Daniel Worm von der Hochschule für Technik in Stuttgart (HfT) einen Ausblick auf die Digitalisierung im Umweltmanagementbereich. Zusammen mit Studierenden der HfT entwickelten sie eine GIS-basierte App, die nicht nur für Umweltbeauftragte in Unternehmen enorme Arbeitserleichterungen bringe. Auch andere Bereiche vom Facility-Management bis zum Brandschutz profitieren von der Anwendung, die über ein Start-up der HfT marktfähig gemacht wírd.

 

Weitere Informationen:

Deutsche Unternehmen zeigen wie Kreislaufwirtschaft funktioniert (bmub.bund.de)

Weitere Informationen

20.10.2017

Neu: Arbeitshilfe zur Umsetzung der EMAS Novelle 2017

Am 18. September 2017 trat die Änderungsverordnung (EU) 2017/1505 in Kraft. Es wurden die Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung (EG) 1221/2009 angepasst, um die Kompatibilität von EMAS zur Umweltmanage-mentsystemnorm ISO 14001:2015 beizubehalten und die Anwenderfreundlichkeit von EMAS zu verbessern. Eine Broschüre, die in Kooperation zwischen dem Umweltgutachterausschuss und dem Umweltbundesamt erstellt wurde, veranschaulicht die wesentlichen Änderungen und bietet Hilfestellungen für EMAS-Organisationen. weiter»

08.05.2017

Zwei deutsche Organisationen mit dem EMAS Awards 2017 ausgezeichnet

Am 8. Mai 2017 zeichnete EU-Kommissar Karmenu Vella unter dem Motto „Für eine starke europäische Kreislaufwirtschaft“ drei EMAS-Organisationen für ihre Initiativen für besonders ressourcenschonendes und effizientes Wirtschaften aus. Für Deutschland gewann die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in der Kategorie Öffentliche Verwaltung und die Wiegel Verwaltung GmbH & Co KG erhielt einen Ehrenpreis für ihr Engagement.  weiter»