Meldung

Bundesregierung beschließt Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

01. März 2012 

Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) der Bundesregierung (Februar 2012)

Am 29. Februar 2012 hat das Bundeskabinett das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) beschlossen. ProgRess setzt dabei auch auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in der Wirtschaft, wie die Unterstützung von Umweltmanagementsystemen. EMAS ist in dem Programm ausführlich berücksichtigt.

 

Ziel des Programms ist es, durch Marktanreize, Forschung und Innovation sowie durch Beratung die Rohstoffproduktivität der deutschen Wirtschaft kontinuierlich weiter zu steigern. Eine höhere Rohstoffproduktivität bedeutet dabei eine stärkere Entkopplung des Wachstums vom Ressourcenverbrauch. Mit ProgRess legt die Bundesregierung erstmals ein umfassendes Programm zur nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen vor.

 

ProgRess gibt einen Überblick über vorhandenen Aktivitäten, identifiziert Handlungsbedarf und beschreibt Handlungsansätze, Maßnahmen und Beispiele zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet: Es geht darum, eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu sichern, Ressourceneffizienz in der Produktion zu steigern, Konsum ressourceneffizienter zu gestalten, eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft auszubauen sowie übergreifende Instrumente zu nutzen.

 

Zu diesen Instrumenten zählen Umweltmanagementsysteme und insbesondere EMAS. In der Einleitung zu Handlungsansatz 5 „Information und Werbung zur Nutzung von Umweltmanagementsystemen“ heißt es: “Die Bundesregierung strebt eine deutlich stärkere Beteiligung der Unternehmen an Umweltmanagementsystemen und insbesondere an EMAS an. Sie bekennt sich zu EMAS als dem umfassendsten Umweltmanagement- und Umweltauditsystem zur Verbesserung der Umweltleistung und zur Steigerung der Ressourceneffizienz von Unternehmen und Organisationen."

 

Das Ressourceneffizienzprogramm setzt auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Neben der Unterstützung von Umweltmanagementsystemen sind weitere Beispiele der Ausbau der Effizienzberatung für kleine und mittlere Unternehmen, die vermehrte Berücksichtigung von Ressourcenaspekten in Normungsprozessen, die verstärkte Ausrichtung der öffentlichen Beschaffung an der Nutzung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen, die Stärkung von Zertifizierungssystemen für Rohstoffe, der Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie die Verstärkung von Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer. Insgesamt werden 20 Handlungsansätze entlang der Wertschöpfungskette formuliert.

 

Bundesumweltminister Röttgen bezeichnet das Programm als einen „Masterplan für nachhaltiges Wachstum“. Die effiziente Nutzung endlicher Ressourcen sei „eine der größten ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit“ und eine „Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften“.

 

Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) steht hier zum Download bereit.